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Dauchingen Bürgermeister Dorn entmachtet

18.02.2012
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Die Zünfte sollen die Rechnung bezahlen und einen ausgeglichenen Haushalt abliefern

Noch kurz vor dem Eindringen der Narrenzunft Dauchingen und einer Abordnung der Neckartäle Waldhexen zeigte sich Bürgermeister Torben Dorn optimistisch. Diese Veranstaltung sei von den Narren bestellt und deshalb sollten die auch eine Rechnung für den Aufwand und den Arbeitsausfall im Rathaus bekommen, so lauteten die Anweisungen des Bürgermeisters an die stellvertretende Kämmerin Rosemarie Bihl. Denn er habe keine Zeit für die Fasnacht und weigere sich auch, den Rathausschlüssel an die Narren zu übergeben.

Volker Ositschan, erster Zunftmeister der Dauchinger Narrenzunft, war hier natürlich ganz anderer Meinung. Der Bügermeister sei gerade mal 47 Tage im Amt und fange schon Streit mit den Nachbarn an, sprich: mit dem Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen. Selbst im Fernsehen sei schon über seine Machenschaften und die des Sechserrats berichtet worden. Und das in gerade mal 47 Tagen – „Was kommt da noch alles auf uns zu?“, fürchtete Zunftmeister Ositschan um die Gemeinde.

Dem widersprach der Bürgermeister, der sich sichtlich an sein Amt klammerte. Er sei jetzt erst so kurz im Amt und das wolle er nicht gleich wieder abgeben, zumal hier in den vergangenen 19 Jahren viel liegengeblieben sei. Und mit Rupert Kubon habe er sich bereits geeinigt. Der habe sich bereit erklärt, Schwenningen abzugeben, damit es in die Gemeinde Dauchingen integriert werden könne.

Sprüche kommen an Beim Publikum, das sich zahlreich vor dem Rathaus versammelt hatte, kamen solche Sprüche natürlich gut an und es gab Beifall für den Bürgermeister. Gegen die Entmachtung konnte sich Torben Dorn dann aber doch nicht wehren, der Büttel der Narrenzunft drohte mit Handschellen und auch der Druck der an der Rathauserstürmung beteiligten Neckartäle Waldhexen, die durch den ersten Vorstand Silke Jaeckle vertreten waren, nahm ständig zu. Letztendlich übergab der Bürgermeister doch den Rathausschlüssel und ließ sich in Sträflingsklamotten abführen, um wenigstens bei der Versteigerung des Narrenbaumes auf dem Platz vor der Zunftstube dabei zu sein.

Zum Abschluss meinte der Schultes noch, dass er nach fünf Tagen Amtszeit der Narren doch hoffentlich mit einem dann ausgeglichenen Haushalt rechnen könne.

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