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Brigachtal Zunft zeigt sich von der sportlichen Seite

20.02.2012
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Der Narrenzunft Brigachtal ist es wieder gelungen, einen Ball mit Spitzenprogramm auf die Beine zu stellen.

– Lance Armstrong und Jan Ullrich sind Vergangenheit. Das neue Gesicht des Radsports heißt Jens Oberföll. Eine wahrliche Meisterleistung im sportlichen und auch im schauspielerischen Bereich hat er beim Ball der Brigachtaler Narrenzunft geboten. Unter dem Titel „Der Speck muss weg“ führte er gemeinsam mit seinen Narrenrat-Kollegen Urs Neidhart, Matthias Löffler, Alexander Staecke und Günter Obergfell wirklich eindrucksvolle Nummer auf, die auch bei der von den Zuschauern geforderten Wiederholung nichts an Unterhaltung einbüßte.

Von Paris über Kölle und Ulm radelte er zu den Klängen der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß bis ins Brigädal – dort muss er sein Tempo allerdings aufgrund der Tempo-30-Zonen rapide drosseln. Viel erlebte Jens Oberföll auf seiner Reise. Spaghetti- und Teppich-Verkäufer kreuzten seinen Weg. Eine Oma im Rollator überholte ihn und ein Fernseh-Team dokumentierte seine Leistungen. „Noch mal“ war der Wunsch des Publikums.

Sportlich zeigten sich auch die Brigedäler Hühner unter der Leitung von Renate Mayer. Im Schwarzlicht mit leuchtend pinken Körpern und endlosen gelben Hälsen und Füßen war das liebe Federvieh zu allerlei Schabernack aufgelegt. Die Schwarzlichtlampen setzten auch die Trommlerwieber gekonnt in Szene, die wieder einmal bewiesen haben, dass sowohl lautstarke als auch coole Auftritte ihr Fachgebiet sind. Mit Flaschen, Fingern, Händen und Füßen machten sie jede Menge rhythmischen Krach.

Eine Spur gemütlicher aber mit jeder Menge Seitenhiebe ging es hingegen zu, als der Brigachtaler Bär (Martin Löffler) einer Touristin (Christa Weißhaar) den schönen Ort zeigte. Ja, die Ringstraße hat es mittlerweile in einen Reiseführer geschafft. Ist ja auch nicht verwunderlich, wenn durch die Bauarbeiten sogar das Stromnetz in Bad Dürrheim zusammengebrochen ist und eine Verkehrsinsel dreimal abgerissen und viermal aufgebaut wird. Und die ganzen neuen Schilder in Brigachtal: „Früher konnte man nach den Mädle gucken, heute muss man nach den Schildern schauen“, klagte der Bär, dem es auf seinem Kreisverkehr nicht mehr gefällt. Viel Tratsch hatten die beiden ausgegraben: Von Bürgern, die auf der Bundesstraße mit leerem Tank stehen bleiben. Von Architekten, die fälschlicherweise zu Ehrenbürgern wurden und von Mäusen unter einem Autositz. Oder wie auf einer Wanderung während der Klausurtagung Bürgermeister Michael Schmitt und die beiden Gemeinderäte Otmar Fehrenbacher und Markus Rist verloren gingen.

Auf der Suche war auch die „Hex vu iiserm Land“ (Alois Oberföll). Allerdings nicht nach dem Bürgermeister und den Gemeinderäten sondern nach einem Verein, bei dem sie willkommen war. Beim Vogelverein sollte sie nur Käfige putzen. Der Landwirte- und Bauernverein wollte sie als Vogelscheuche aufstellen. Auch bei den Narren wurde es nichts: Der Häs-Tüv war abgelaufen. Beim Radsportverein war man wenig begeistert vom Besen mit Stützrädern und bei der Feuerwehr wurde gleich der Alarmknopf gedrückt. „Ich sing mal laut, falsch, grausig und schräg, weil's net anders geht“, sang die Hexe, die letztendlich doch einen Verein fand.

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