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Brigachtal Stallbrand in Brigachtal: Viele Jungtiere sterben qualvoll in den Flammen, Ursache noch unklar

Der Großeinsatz dauert bis in die Abendstunden. Das Feuer bricht um 5 Uhr am Mittwochmorgen aus. Auch tagsüber bekämpfen die Einsatzkräfte die Glutnester. Ursache und Schadenshöhe sind bislang nicht bekannt.

Dramatische Szenen spielten sich am frühen Mittwochmorgen bei einem Großbrand auf dem Stellenhof in Brigachtal-Klengen ab. Um 5 Uhr brach das Feuer auf dem Anwesen im Römerweg aus. Etwa 30 Kälber sind in den Flammen ums Leben gekommen, so die Auskunft des Einsatzleiters Manfred Maier am Mittwochabend. Über 100 Tiere hatten sich in dem Stall befunden. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Die Brigachtaler Feuerwehr, die als erstes am Einsatzort war, forderte schnell Unterstützung aus Villingen, Bad Dürrheim und Tuningen an.

Zunächst galt es für die Einsatzkräfte, so sagt es Manfred Maier, die Tiere und die anderen Gebäude des Hofes zu retten. "Beim Eintreffen der Feuerwehr Brigachtal stand zunächst der hintere Teil des Stalls in Brand", sagt Manfred Maier. Die Tiere, die um ihr Leben kämpften, wurden auf eine Weide geführt. Sie wurden am Mittag in einem anderen Stall untergebracht. Da es sich um einen Aussiedlerhof handelt, der weit abseits der Brigachtaler Ortsmitte und oberhalb von Klengen liegt, stellte besonders die Wasserversorgung ein Problem dar. Diese musste in Richtung des Weihers am Ankenbuck gelegt werden, der zudem an der Oberfläche gefroren war. Kreisbrandmeister Florian Vetter sagt: "Es mussten Schlauchleitungen über 1,5 Kilometer gelegt werden. Es waren vier Wasserpumpen im Einsatz." Um diese große Distanz zu überbrücken, waren auch zwingend die Gerätschaften der anderen Feuerwehren notwendig.

Die Feuerwehr-Leute waren gestern von früh bis spät vor Ort und richteten zudem eine Nachtwache ein. Etwa 75 Einsatzkräfte waren zur Brandbekämpfung angerückt. Die Brandursache ist bislang noch ungeklärt. Fest steht, dass der Brandherd im hinteren Teil auch auf die anderen Teile des Stalls übergriff, sodass dieser in Vollbrand stand. Eine Schadenshöhe ist bislang nicht beziffert. Sie dürfte in die Hunderttausende gehen. Ein Gutachter der Versicherung war am Mittwoch vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen.

Bis in den Abend hinein war die Feuerwehr mit dem Abräumen und Ablöschen des Gebäudes beschäftigt. Das Feuer selbst war bereits seit 7 Uhr morgens unter Kontrolle. Trotzdem mussten noch lange Zeit Glutnester gelöscht werden und auch in den Mittagsstunden schlugen vereinzelt noch kleinere Flammen empor. Die Rauchentwicklung war auch weit abseits des Hofes noch zu sehen.

Der Einsatz ist, so erzählt Kreisbrandmeister Florian Vetter, gut verlaufen. Die Wehrleute aus Brigachtal hätten direkt bei ihrem Eintreffen richtig reagiert, die Situation erkannt und sofort die Kollegen aus den Nachbarorten verständigt.
 

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