Mein

Brigachtal Schmitt und Häßler liefern sich Duell

17.02.2012
Bildergalerie
Zum Thema
Schlagwörter


Es gibt keinen deutlichen Gewinner des Schmitt-Häßler-Duell. Nun müssen beide Fasnetküchle verkaufen.

– Eine CD werden Jürgen Häßler und Michael Schmitt wohl nicht aufnehmen. Aber „schee g'sunge'“ haben sowohl der Bürgermeister als auch der Zunftmeister – das muss man ihnen schon zugestehen. Kreativ waren beide Seiten: Zur Melodie „Die Fischerin vom Bodensee“ und „Chianti-Wein“ gibt es jetzt neue Texte. Schmitt hatte die Herausforderung des Zunftmeisters angenommen und auch fix eine eigene Version gedichtet: „Meine erste Wahl, ist das Brigachtal. Schöne Mädchen gibt es hier, eines davon gehört jetzt mir. Die Bürger sind sehr nett. Die Bürger sind sehr fein. Darum werde ich nun bald ein Brigachtaler sein“, sang Schmitt.

Die Einlösung des Wahlversprechens, den Wohnort nach Brigachtal zu verlegen, thematisierte auch Häßler im Zusammenhang mit der Dauerbaustelle Ringstraße: „Die Bauarbeiter wirst Du jetzt wohl nicht mehr schonen, willst du doch bald im Hegi wohnen“, frohlockte der Zunftmeister. Monat für Monat zogen ins Land – große Fortschritte haben man nicht erkannt. Es sei eine „traurige Geschicht'“, so der Schultes. Er traue sich schon gar nicht mehr aus dem Haus. “Los Bauarbeiter packt jetzt mal an, damit der Umzug im Frühjahr von statten gehen kann.“

Apropos Baustelle: „Deinen Mitarbeitern ist schon Angst und Bange, dauert der Rathausumbau auch so lange?“, foppte Häßler den Schultes. Dieser hatte seinen Amtssitz auch kurzerhand zum „Bauhaus“ umgestaltet – und als „Bob, der Baumeister“ machte Schmitt eine wirklich gute Figur. Wie auch seine Mitarbeiter, die sich alle der Latzhosen-Helm-Verkleidung erschienen. „Das Geld wirfst mit vollen Händen Du hinaus, dem Bürger sind die steigenden Abgaben ein Graus. Neue Stühle, neue EDV und neue Zimmer … ans Sparen denkst Du wohl nimmer“, sprach Häßler und bekam zu hören, dass nun Schmitts Kämmererleben zu Ende sei.

Auch der aktuelle Streit mit Oberbürgermeister Rupert Kubon kam nicht zu kurz: „Als Sprecher vom Sechser-Club Dich nun jeder kennt. Wir hoffen, dass ihr Euch den Mund nicht verbrennt.“ Schon im Bauernkrieg vor fast 500 Jahren hätte man sich ja schon mal mit den Villingern herumgeschlagen. “Die Geschehnisse des Sechser-Club stehen im Rampenlicht, denn so wie läuft, lassen wir es uns gefallen nicht“, sagte Schmitt, der seinen Bürgern versprach, bei diesem Thema auch weiterhin „nicht wortkarg“ zu sein.

Den Schlüssel musste Schmitt letztendlich doch herausrücken. Doch nicht nur das: Am Montag muss der „Ex-Bürgermeister“ auf Zeit auch noch 100 Fasnetküchle beim Umzug verkaufen. Der „neue Bürgermeister“ Häßler übrigens auch. Schließlich war ja auch kein großer Unterschied zwischen den beiden Gesangesdarbietungen zu erkennen.

Übrigens soll der Erlös nicht in die Ringstraße fließen sondern an ein gemeinnütziges Projekt gehen. Aber Michael Schmitt und Jürgen Häßler können zugunsten der Ringstraße ja immer noch eine CD aufnehmen.

Alle Artikel, Bilder und Videos zur Fastnacht in der Region
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln