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Brigachtal Mülldeponie unter Neubaugebiet

16.02.2012


– Die Bodenuntersuchungen im zukünftigen Neubaugebiet „Ob dem Dorf II“ haben keine gesundheitsschädlichen Werte ergeben. Dies teile Ortsbaumeister Alexander Tröndle den Gemeinderäten mit.

Trotzdem muss man sich auf dem Brigachtaler Rathaus und im Gemeinderat nun Gedanken machen, wie genau mit der ehemaligen Hausmülldeponie, die sich im Bereich des geplanten Neubaugebietes befindet, verfahren werden soll. Unter vier Bauplätzen befinden sich die Altablagerungen. Die entscheidende Frage: Soll der Boden ausgetauscht werden?

Mit 15 Bohrungen wurde im Januar das Erdreich untersucht. Deutlich größer als ursprünglich angenommen ist die Fläche, auf der früher wohl der Kirchdorfer Hausmüll entsorgt wurde. Trichterförmig bis zu einer Tiefe zwischen 2,5 und drei Meter ist die Fläche laut Ortsbaumeister Alexander Tröndle. „Es wurden bei den Untersuchungen Plastik, Verpackungsmaterial und einige Knochen gefunden“, sagte er.

Dies deute auf Hausmüll oder Schlachtabfälle hin. Die Werte seien jedoch unbedenklich. Eine Gefährdung sei sowohl für den Menschen noch für das Grundwasser ausgeräumt worden. Das Erdreich dürfte, wenn es ausgehoben wird, auch wieder in dem Gebiet verwendet werden. Allerdings – so Tröndle – müsse die Erde, wenn es abtransportiert werde, noch einmal untersucht werden.

„Wir müssen die Alternativen noch prüfen. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir die Planungen fortführen können“, sagte Hauptamtsleiter Martin Weißhaar. Allerdings müsste auch die Frage, ob der Boden ausgetauscht werden soll, beantwortet werden. In Anbetracht, dass es im Neubaugebiet „Ob der Zielgasse“ nur noch einen freien Bauplatz gibt, ist die Gemeinde auch unter Zugzwang, möglichst schnell Alternativen zu schaffen.

„Wir müssen das belastete Erdreich unbedingt austauschen. Alles andere wäre eine Mogelpackung“, sagte Gemeinderat Ottmar Fehrenbacher. Für ihn ist es undenkbar, dass die Bauplätze so belassen und verkauft werden. Das Risiko sei auch für die Gemeinde zu groß. „Offensiv und offen“ solle mit der Altlast umgegangen werden – das forderte Thomas Hildebrand.

Vor dem Verkauf der Bauplätze müssten für alle Grundstücke gleiche Voraussetzungen geschaffen werden, so Josef Vogt. Gegebenenfalls könnte man auch darüber nachdenken, die Kosten für den Bodenaustausch auf die Grundstückspreise umzulegen. Nun sollen die Kosten für einen Bodenaustausch ermittelt werden. Laut Alexander Tröndle gebe es einen 50-prozentigen Zuschuss. Dieser sei jedoch nur für kontaminiertes Erdreich. „Es wird also schwer, an den Zuschuss zu kommen.“

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