26 Jungen und Mädchen kamen zum Erlebnistag im Freilichtmuseum in Gutach auf Einladung von Pro-Brigachtal. Schon die Anreise auf der legendären Schwarzwaldbahn war für die Ferienkinder ein Erlebnis. Sie wetteiferten untereinander, wer möglichst viele Namen der 36 Tunnels aufsagen konnte.
In Hausach angekommen machten sich die jungen Brigachtaler, die von Elisabeth Götz, Denis Ducancelle-Gerlach und dem Gemeinderat Josef Vogt begleitet wurde, auf den Weg zum Freilichtmuseum. Die stattlichen Höfe dort halten die über 400 Jahre Schwarzwälder Bauern-Kultur in unzähligen Details lebendig. Die Kinder waren schwer beeindruckt, wie prächtig sich der im Jahre 1612 erbaute Vogtsbauernhof noch heute präsentiert.
Pfiffige Ideen hatte die Museumspädagogin bei der Führung über das Gelände. Unvergesslich werden den Kindern sicherlich die merkwürdigen Namen der Kühe, Gänse, Schafe, Schweine und Pferde bleiben: linke und rechte Socke, Bobbele oder Feuerwehr begrüßten die Kinder schnatternd, muhend, grunzend oder wiehernd.
Höhepunkt war jedoch der Peterhof. In der Bauernstube lernten die Kinder die Sitzordnung der Herrschaft und des Gesindes kennen, sahen die Küche mit ihrer Rauchkammer in Aktion, melkten selbst eine Kuh und lagen probeweise im Strohbett der Kinderstube. Nicht fehlen durfte natürlich der Aufstieg unter das riesengroße Firstdach. Ein Sprung in das dort gelagerte, wohlduftende Heu führte den Ferienkindern vor Augen wo der Winterspielplatz der Bauernkinder war.
Überhaupt hatte sich die Museumspädagogin für die heutige, Computerspiel verwöhnte Generation einiges einfallen lassen. Viele Brigachtaler Kinder merkten bald, dass zum Laufen auf Stelzen, Sackhüpfen und Seilspringen – typischer Zeitvertreib ihrer Altersgenossen in den vorigen Jahrhunderten – viel Geschicklichkeit, Konzentration und Ausdauer gehört. Zum Abschluss des pädagogischen Programms durften die Kinder noch einen Kreisel basteln, der sie als Souvenir an ein außergewöhnliches Ferienerlebnis erinnert.
