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21.09.2011  |  von Elmar Weisser  |  0 Kommentare

Brigachtal Floh-Alarm ruft Ämter auf den Plan

Brigachtal -  Brigachtal – In einem Mehrfamilienhaus in Brigachtal wurden in den vergangenen Tagen Gesundheitsamt und Veterinäramt tätig und holten mehrere Katzen aus einer Wohnung einer älteren Frau. Offensichtlich war die Katzenliebhaberin mit den Tieren überfordert und eine artgerechte Haltung nicht mehr möglich.
Floh-Alarm ruft Ämter auf den Plan

Mehrere Katzen in einem Brigachtaler Wohnhaus werden – wie auf unserem Archivbild - von Katzenflöhen geplagt, mit ihnen die menschlichen Mitbewohner. Die Behörden haben dem tierischen Treiben nun ein Ende gemacht.  Bild: Bild: Archiv

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Bewohner des Hauses hatten sich beim Brigachtaler Ordnungsamt gemeldet, weil es im Haus zu erheblichem Flohbefall gekommen sei. Wie eine Bewohnerin des Hauses gegenüber dem SÜDKURIER berichtete, schwappte die Flohwelle wohl auch auf andere Wohnungen über.

Der Pressesprecher des Landratsamtes, Michael Braun, bestätigte mehrere Einsätze „tierschutzrechtlicher Art“ des Gesundheits- und des Veterinäramtes in den vergangenen Tagen in Brigachtal. Der Einsatz soll nicht einfach gewesen sein, denn der Flohbefall sei tatsächlich sehr extrem gewesen. „Natürlich ist das auch für die Nachbarn nicht angenehm“, so Braun. Aufgrund der Situation in der Wohnung, die mit sehr vielen Dingen zugestellt gewesen sein soll, konnten nicht alle Katzen beim ersten Einsatz des Tierarztes gefunden werden. Deshalb seien mehrere Einsätze notwendig gewesen. Die eingesammelten Katzen wurden zur weiteren Betreuung ins Tierheim nach Donaueschingen gebracht.

Die Katzen seien zwar regelmäßig ernährt worden, doch die Rollläden wären meist heruntergelassen gewesen und durch den extremen Flohbefall seien die zahlreichen Katzen alles andere als artgerecht gehalten. „Die Frau hatte selbst wohl gar nicht gemerkt, was sie ihren Tieren zumutet“, sagt Braun. Leider musste beim ersten Einsatz auch die Polizei hinzugezogen werden, da die Frau die Türe für die Behörden nicht freiwillig öffnen wollte. „Das zeigt einerseits, dass die Frau wusste, dass in ihrer Wohnung nicht alles in Ordnung ist. Anderseits aber auch, dass die Rentnerin mit der Situation total überfordert ist.

“ Alleinstehende ältere Menschen könnten in solche Situationen geraten. Da sei es wichtig, dass dies vom Umfeld auch registriert und weitergeleitet wird. „Im Gegensatz zur Großstadt funktioniert in Brigachtal das Gemeinwesen miteinander und füreinander ganz gut“, so der Pressesprecher des Landratsamtes.

Bürgermeister Michael Schmitt bestätigte den Vorfall auf Anfrage des SÜDKURIER. „Aus Gründen des Tierschutzes und um die betroffene Frau und die Menschen im Umfeld vor Infektionskrankheiten zu schützen, mussten wir handeln und die Behörden entsprechend einschalten. Wir wollen in erster Linie die Menschen in der Umgebung schützen, aber auch der Bürgerin helfen, die Situation wieder in den Griff zu bekommen“, so der Schultes.

Der extrem starke Flohbefall mache eine professionelle Entseuchung des Gebäudes notwendig, diese soll in Kürze erfolgen. Mit der betroffenen Person sollen weitere Gespräche geführt werden, damit sich die Situation wieder normalisiert. Die Gemeindeverwaltung bleibt aber in der Sache sensibilisiert und wird ein Auge auf die weitere Entwicklung haben.

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