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Brigachtal Bei Erschließung von Neubaugebiet: Straße muss doppelt gebaut werden

Arbeiten an neuer Straße werden nicht ordnungsgemäß ausgeführt. Gemeinde Brigachtal trägt weder Schuld noch Kosten. Diese liegen bei geschätzt rund 100 000 Euro.

Ab Anfang Juli können die Grundstückseigentümer im neuen Baugebiet Bromenäcker loslegen. Bis dahin will die Gemeinde die Erschließung abschließen. Die Gemeinde sieht sich damit im Zeit- und Kostenplan, trotzdem lief während der Bauarbeiten nicht alles reibungslos.

Ein Schaden von geschätzt rund 100 000 Euro ist dadurch entstanden, dass die unterste Schicht der neuen Erschließungsstraße nicht ordnungsgemäß aufgebracht wurde. Die Korrektur dieses Fehlers liegt in der Verantwortung der ausführenden Firma, weswegen der Gemeinde Brigachtal keine zusätzlichen Kosten entstehen werden. "Der Verdichtungsgrad dieser Schicht war nicht ausreichend", sagt Ortsbaumeister Alexander Tröndle. Ein Qualitätsmangel, der die Gemeinde möglicherweise in ein paar Jahren beschäftigt hätte. Er sei dem zuständigen Ingenieurbüro, das die Arbeiten beaufsichtigt und ausführen lässt, jedoch rechtzeitig aufgefallen. Trotzdem habe es, so der Ortsbaumeister, kritische Stimmen gegeben, die ihr Unverständnis darüber äußerten, dass eine frisch asphaltierte Straße direkt wieder aufgefräst wurde. Genau das zeige aber, dass Ingenieurbüro und Verwaltung ihre Aufgaben erfüllt haben.

Für die Verantwortlichen deshalb nur ein kleiner Mangel, der auch zeitlich nur wenig Zeit gekostet hätte. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Gemeinde zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin noch kein Baugesuch vorliegen würde. Die Vergabe der Bauplätze ist weit vorangeschritten, lediglich fünf Bauplätze will die Gemeinde nicht sofort verkaufen, um über eine gewisse Reserve zu verfügen. Brigachtal verzeichnet seit einigen Jahren eine hohe Nachfrage nach Bauplätzen. Auch für die Grundstücksflächen im Gebiet Bromenäcker, 17 davon sind bereits vergeben, gab es eine hohe Zahl an Bewerbungen. Die Kriterien zur Vergabe hat der Gemeinderat bereits im Vorjahr festgelegt, eine Rolle spielt dabei beispielsweise der Bezug zum Ort. Auch Familien haben Vorteile. Die Entscheidung darüber, wer den Zuschlag erhält, liegt ebenfalls in den Händen des Gemeinderats. Für die noch vakanten Bauplätze sind Bewerbungen an die Gemeindeverwaltung weiterhin möglich.

Die Erschließung des Baugebiets kostet die Gemeinde rund 1,25 Millionen Euro, die üblicherweise auf den Quadratmeter-Preis umgelegt werden, der bei 160 Euro liegt. Der Gehweg, der von der Mittelbergstraße ins neue Baugebiet führt, kann nun durchgehend verlaufen. Das konnte ursprünglich nicht so geplant werden. Man konnte sich aber mit einem Anwohner einigen, der hierfür ein Teil seines Grundstücks abgegeben hat.

Auffällig ist das Versickerungsbecken, das direkt rechts bei Einfahrt aus Richtung der Mittelbergstraße liegt. Es ist laut Wassergesetz vorgeschrieben und verfügt, falls extreme Regenfälle zu verzeichnen sind, auch über einen Not-Überlauf. Das Becken ist jedoch so konzipiert, dass es Niederschläge auffangen kann, die nach statistischen Berechnungen nur alle zehn Jahre vorkommen.

Technik

Das neue Baugebiet Bromenäcker ist an das kommunale Glasfasernetz der Gemeinde Brigachtal angeschlossen. Die Erschließung aller Ortsteile ist in der Kommune seit einiger Zeit bereits abgeschlossen. Brigachtal war in dieser Sache Vorreiter. Auf dem neuesten Stand der Technik soll auch die Straßenbeleuchtung sein. Die LED-Leuchten können bis auf eine Leistung von zehn Prozent gedimmt werden. (pga)

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