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Breisgau-Hochschwarzwald Tourismus für Region unverzichtbar

06.06.2012
Breisgau-Hochschwarzwald -  Der Einladung von Minister Alexander Bonde (Grüne) zu einer Bahnfahrt unter dem Motto „Die Vielfalt des Ländlichen Raums erleben – Stationen einer Bahnfahrt“ folgten gestern Politiker aller Parteien aus dem Hochschwarzwald. Zusammen stiegen sie in den Zug, der sie zur ersten Station von Freiburg nach Hinterzarten brachte, wo nach Besuchen auf dem Kesslerhof und dem Ospelehof die Themen Landwirtschaft, wie beispielsweise die Käseherstellung, aus nächster Nähe ausführlich betrachtet werden konnten.Von Hinterzarten ging die Fahrt nicht mit der Bahn, sondern mit dem Bus nach Titisee und nach einem kleinen Spaziergang in das Kurhaus.

Minister Alexander Bonde nimmt bei seinem Aufenthalt in Titisee die Gelegenheit wahr und setzt sich auf ein E-Bike, das die Firma Hirt zur Verfügung stellte. Unser Bild zeigt von links Egon Hirt, Volker Hasselbacher, Minister Alexander Bonde und Bürgermeister Armin Hinterseh.  Bild: Kerdraon

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„Tourismus“ war dort das Schwerpunktthema, bei dem deutlich wurde, dass es keinen Tourismus ohne Landwirtschaft gibt. „Vitale ländliche Räume sind die Basis für die Stärke Baden-Württembergs“ unterstrich Bonde, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Im Vorfeld erläuterte Bürgermeister Armin Hinterseh die Erfolgsstory „Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG)“, für die am 1. Januar 2009 der Grundstein gelegt wurde. „Heute sind es 13 Gemeinden die unter diesem Dach erfolgreichen Tourismus betreiben“, verdeutlichte Hinterseh. Er ging in seinen Ausführungen auch auf die Tourismusanfänge vor 100 Jahren ein und betonte, dass es die Landwirtschaft war, durch die überhaupt eine Tourismuskultur in heutiger Form möglich wurde. Außerdem vermittelte er, dass ein Besuch der Bürgermeister in Tirol den Anstoß gab, dem dortigen Beispiel zu folgen, um den damals stagnierenden Übernachtungszahlen entgegenzuwirken. „Damals haben wir uns über schönes Wetter gefreut und heute freuen wir uns auch über schlechtes Wetter, weil wir das Badeparadies haben“, dokumentierte er die für den Gast positiven Veränderungen.

„Wir haben das Marketing gebündelt, um einen professionellen Tourismus zu bieten, um eine bessere Wahrnehmung von außen zu erreichen und das ist uns bisher nicht schlecht gelungen“, betonte er. Als eines der wichtigen Projekte, nannte Hinterseh unter anderem die Hochschwarzwald-Card, eine kleine Karte mit großer Wirkung. „Bis jetzt haben 60 Gastgeber diese Karte und wir haben steigende Übernachtungszahlen“, freute sich Hinterseh, der die HTG repräsentierte. Allerdings könne man sich nicht darauf ausruhen, sondern müsse ständig daran arbeiten und investieren, wozu man auch auf die Unterstützung des Landes angewiesen sei. Ähnlich äußerte sich auch die Naturparkvorsitzende Dahlmann, die über die Nachhaltigkeit der Naturparkprojekte informierte und die ehrenamtliche Arbeit hervorhob, ohne die viele Projektierungen, wie beispielsweise das neueste Projekt „Hochschwarzwälder Hirtenpfad“ nicht zu realisieren wären.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer appellierte an Bonde, doch mehr über das Biosphärengebiet zu reden und dieses Thema wirklich anzugehen. „Ich bin ein grüner Schwarzwälder aus dem Lande“, stellte sich Bonde vor, der zum ersten Mal Titisee besuchte und sich beeindruckt über die Tourismusstruktur zeigte.

„Auf der Fahrt durch den Südschwarzwald wird einmal mehr deutlich, wie stark die einzelnen Themen regionaler Wirtschaft, Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus zusammenhängen und mit ihren Wechselwirkungen zur Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Region beitragen“, unterstrich er seine Eindrücke. Einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auch auf dem Lande leiste auch in Zukunft das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) mit der Förderung gewerblicher Vorhaben. „Das Ziel unserer Landesregierung ist es, den ländlichen Raum auch weiterhin stark und als Lebens- und Wirtschaftsraum für die Menschen attraktiv zu halten“, betonte Bonde, der dann mit dem Zug nach Bachheim reiste, wo er das Holzbauunternehmen Kuttruff besuchte (wir berichten noch).

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