Mein

Lenzkirch Hochschwarzwälder Mongolei-Tage feiern Premiere

Förderverein stellt Kultur mit vielen Aktionsangeboten in Lenzkirch-Kappel öffentlich vor.

Eine besondere Premiere erlebt der Hochschwarzwald in der nächsten Woche: Erstmals finden im Lenzkircher Ortsteil Kappel die Mongolei-Tage statt. Das Freizeitheim Sonnhalde ist Schauplatz dieser Veranstaltung, die mehrere Tage lang Einblicke in das Leben und die Kultur der Mongolen gibt. Die Mongolei rückt seit geraumer Zeit immer mehr in den Fokus der Weltbevölkerung. Ob bei den Touristen als Land der Sehnsucht, in der Industrie als Land der Bodenschätze oder bei den Völkerkundlern als Land einer unschätzbaren Kultur. Der gemeinnützige Verein „Freunde des Altai" möchte eine Brücke bauen zwischen der fernen nomadisch-ländlichen Westmongolei und Europa und lädt deshalb zu einem Fest der Völkerverständigung nach Lenzkirch ein.

  • Schwarzwald trifft Altai: So lautet nicht nur das Motto dieser erstmals stattfindenden mehrtägigen Veranstaltung vom 25. bis 28. Mai, sondern es beschreibt auch die Arbeit der namhaften Völkerkundlerin Amelie Schenk. Die promovierte Ethnologin holt die Kraft für ihre nicht immer einfachen Reisen in Lenzkirch. Hier schreibt und schrieb sie auch ihre zahlreichen Veröffentlichungen und von hier aus und Berlin organisiert sie auch Reisen in die Westmongolei. Doch in der kommenden Woche holt sie die Westmongolei mitten in den Schwarzwald. Der Verein um Amélie Schenk möchte an diesen Tagen die Kultur der Nomaden vorstellen, die tief verwurzelt die Achtung vor der Schöpfung und der Lebenskunst im Gleichklang mit der Natur aufzeigen. „Die alte nomadische Mongolei ist bedroht und der Niedergang der alten Lebensweise und der Verlust der traditionellen Strukturen und Werte zeichnen sich ab“, sagt die Völkerkundlerin.
  • Programm für alle Sinne: Zur Aufführung kommen Darbietungen, Workshops, Filmvorführungen, Musikeinlagen, Naturerlebnisse, Himmelsbetrachtungen, Feuer machen, kleine Exkursionen und geselliges Beisammensein, um die Brücke beider Völker lebendig zu erhalten.
  • Musikangebote: Bewusst werden hier die Musik der mongolischen Nomaden und der Schwarzwälder Bevölkerung die Unterschiedlichkeiten, aber vielleicht auch die eine oder andere Gemeinsamkeit aufzeigen. So sind der Obertonsänger und Stimmforscher Wolfgang Saus, die Sängerin und Jodlerin aus dem Nordschwarzwald Sylvia Kirchherr, die Wutachtäler Alphornbläser sowie der Pferdekopfgeigenspieler und Kehlkopfsänger Sengedordsch aus der Mongolei zu Gast.
  • Workshop: Einer der Workshops steht unter dem Motto „Alles Gute kommt vom Schaf“. Angesagt haben sich hier die Spinnerin Anja Pforte aus dem Südschwarzwald und die Filzkünstlerin Agathe Meier, die schon mit den Nomaden in der Mongolei gefilzt hat.
  • Wildnis: Der Wildnis wird ein großer Part geweiht. So hat sich Wolfsforscher und Wildbiologe Peter Sürth aus dem Nordschwarzwald angesagt, die Wildnis-Schule Schwarzwald mit Förster Oliver Heine und Wildnis-Pädagogin Stefanie Blankenburg, die Wildnis-Küche nach Nomadenart mit heißen Steinen, das Überleben in der Wildnis wird präsentiert und auch das Nomadenleben vorstellt.
  • Geschichten: Ergänzt wird das Programm durch Geschichten von Schamanen, Nomaden, Bären und vielen Informationen durch die Völkerkundler Amelie Schenk und Holger Kalweit.

Mongolei-Tage

Gleich drei Tage wird dir Völkerbrücke zwischen der deutschen Bevölkerung und den Nomaden des Altais intensiviert. Zahlreiche Veranstaltungen wird es zwischen 25. Mai und 28. Mai in Lenzkirch-Kappel im Freizeitheim Sonnhalde geben. Start ist am Donnerstag, 25. Mai, um 16 Uhr. Dieser Tag endet um 23 Uhr mit der Himmelbeobachtung. Das Ende der Veranstaltung ist am Sonntag gegen 17 Uhr. (pb)

Ihre Meinung ist uns wichtig
Besonderes vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Buchenbach
Hochschwarzwald
Pfaffenweiler
Hochschwarzwald
Hochschwarzwald
Löffingen/Hochschwarzwald
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017