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Die Unterbringung von 70 Asylbewerbern in einem ehemaligen Mutter-Kind-Kurheim des 360 Seelendorfes Altglashütten, ein Ortsteil von Feldberg, entwickelte sich zu einem Politikum. So bezeichnete der Inhaber eines Vier-Sterne-Hotels die in unmittelbarer Nachbarschaft geplante Unterkunft in dem kleinen Dorf als „nicht tragbar“. Wenig Freude über die neue Unterkunft für Asylbewerber, für die die „Kur- und Reha GmbH“ das besagte Gebäude an das Landratsamt vermietet hat, sollen auch einige andere Nachbarn haben.

Jetzt reagierte das Landratsamt Breisgau Hochschwarzwald und informierte in einem Brief an Feldbergs Bürgermeister Stefan Wirbser über eine Reduzierung auf 50 anstatt der bisher geplanten 90 Flüchtlinge.

„Mit dieser Maßnahme soll in der derzeitigen öffentlichen Diskussion eine Befriedigung erreicht werden“, betonte die Sozialdezernentin des Landkreises Breisgau Hochschwarzwald, Eva-Maria Münzer.

Gemeinden sind gefordert Dabei appelliert sie noch einmal eindringlich an alle Landkreisgemeinden, sie bei der Suche nach geeigneten Unterkünften für Flüchtlinge intensiv zu unterstützen. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen handele es sich um eine staatliche Aufgabe, die von allen Städten und Kreisen, und damit auch von den kreisangehörigen Gemeinden in gesamtpolitischer Verantwortung zu erfüllen sei, unterstrich die Sozialdezernentin weiter. Allerdings weist sie darauf hin, dass es in einem ländlich strukturierten Landkreis, wie dem Breisgau Hochschwarzwald aber immer schwieriger werde, einen gerechten Interessenausgleich zu erreichen. „Trotzdem versucht der Landkreis trotzdem immer eine sozialverträgliche Lösung zu finden“, schreibt sie weiter. Derzeit seien 190 Asylbewerber im Kreis untergebracht und nach dem Zentralschlüssel der Zentralen Landesaufnahmestelle in Karlsruhe sei der Landkreis bereits zum jetzigen Zeitpunkt mit rund 60 Personen im Soll. Darüber hinaus werde für den Landkreis Breisgau Hochschwarzwald für das Jahr 2012 mit einer Zuweisung von weiteren 145 Personen gerechnet.

Weiter weist die Beamtin in ihrem Brief daraufhin, dass durch die Reduzierung der Unterbringungszahl in Altglashütten nicht einmal das Soll ausgeglichen werden könne. „Das Beispiel in Altglashütten zeigt, dass diese staatliche Aufgabe auf mehreren Schultern verteilt werden müsse“, heißt es abschließend.

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