Bräunlingen Schicksalsfragen eines Rathausmanagers
Bild: Manfred Minzer
Bild: Manfred Minzer
Er ist und bleibt der unumstrittene Höhepunkt der Dögginger Fasnacht: der traditionelle bunte Abend. In der voll besetzten Gauchachhalle brannten die rund 40 Akteure ein brillantes Feuerwerk fastnachtlicher Schauspielkunst ab und begeisterten mit vielen fernsehreifen Darbietungen das bestens aufgelegte Publikum.
Unter den Klängen des Narrenmarsches hatten Elferrat, Gauchen, Garde und Hexen Aufstellung genommen zur Begrüßung Narrenvaters Dietmar Ketterer. Dieser amtiert nun schon im siebten Jahr und meldete bei Ortsvorsteher Wehinger und Bürgermeisterstellvertreter Michael Gut auch gleich mal Platzbedarf für den nach jahrelanger Planung fertig gestellten, neuen Wurstwagen im Dreschschuppen an.
Ortsvorsteher Hans-Peter Wehinger sah sich auch sogleich im Mittelpunkt des Geschehens auf der Hallenbühne, wo die Mitglieder des DAFT Einblicke in die Amtsstube eines multifunktionären Rathausmanagers gaben.
Gleich drei Telefone strapazierten ihn in den Funktionen als Landwirt, Ortsvorsteher und Versicherungsagent. Und dabei galt es, überaus wichtige Entscheidungen zu treffen: Beispielsweise über den viel geschmähten kommunalen Christbaum, der bei entsprechender Präparation künftig zugleich als Narrenbaum verwendet werden könnte. Oder über den Kreisverkehr, der mit einer Papstbank oder einer Statue des OV verziert werden könnte.
Währenddessen drängten schon wieder ausgerissene Rinder zum Cowboyeinsatz. Rolf Schütz präsentierte werbewirksame Slogans zum Dögginger Marketing. Auch beim sprechenden Inventar einer Gastwirtschaft, dargeboten vom Elferrat, zielten die Pointen auf das Dorfgeschehen ab.
Nicht vergeblich wartete das Publikum auf die solistischen Auftritte von Tobias Weh, der sich als junger Vater in Kinderbetreuungsfragen missverstanden fühlte – hatte er doch seinem Nachwuchs die Ferkel im Saustall als ideale Spielkameraden zugedacht.
Als ausgemusterter Mainzer Karnevalist und in Döggingen umjubelter Büttenredner brillierte einmal mehr Jürgen Sulzmann. Mit allerlei Klamauk auf der Bühne begeisterte die Gruppe „Balgenbach“ bei Filmaufnahmen genauso, wie die Hexen auf ihrer Baustelle. Hendric Schneider und Svenja Wetzel führten durch das Programm, in dem sich auch die Gauchen bei ihrem Flossentanz sportlich zeigten.
Den optischen Glanzpunkt setzte pünktlich um Mitternacht die Zunftgarde mit einem orientalischen Gardetanz. Ein Geburtstagsständchen aller teilnehmenden Akteure für den Hausmeister Peter Hölderle markierte den Schluss eines großartigen Programms.
