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Bräunlingen Leidenschaft auf groben Stollen

– Mountainbiken war schon immer die Leidenschaft der Brüder Christian (28 Jahre) und Daniel Vogt (25 Jahre) aus Bräunlingen. Regelmäßig waren sie bei nationalen und internationalen Mountainbike-Rennen in der Disziplin Cross Country am Start.

Einige Jahre war es dann etwas still um die Brüder, doch seit letztem Jahr haben sie ihre Leidenschaft für die grobstolligen Sportgeräte wieder entdeckt.

Als beide vor ein paar Jahren einige Monate Auszeit in Neuseeland nahmen, kamen sie zwangsläufig wieder zum Mountainbiken. Der Mountainbikesport genießt dort einen sehr hohen Stellernwert. Es ist quasi ein Volkssport, und somit war klar, dass die Brüder wieder aufs Rad mussten. Dabei entdeckten sie eine neue Art des Radfahrens, nämlich Downhill. Es ist praktisch die Formel 1 unter den Radsportdisziplinen.

Zurück in Deutschland, wollten sie sich dem Downhillsport auch hier widmen. Unterstützung fanden die beiden mit der Firma Last Bikes nahe Dortmund sowie dem in Bräunlingen ansässigen Radhändler Renz Radsport mit dessen Inhaber Benjamin Wehrmann und ihrem Verein, dem SC Urach.

In der ersten richtigen Saison 2010 ging es darum, bei Rennen Erfahrungen zu sammeln. Sie starteten bei mehreren Wettbewerben der IXS-Downhill-Rennserien in Österreich, der Schweiz, Italien und in Deutschland. Erste Erfolge stellten sich ein und Daniel kam bei den deutschen Meisterschaften auf einen starken 22. Platz.

2011 überzeugte der Metall-Facharbeiter Christian Vogt bei den ersten drei Rennen in Barr (Elsass), Monte Tamaro (Schweiz) sowie in Todtnau und durfte dadurch beim Weltcup in Leogang starten. Bruder Daniel stürzte unglücklich beim ersten Rennen infolge eines platten Reifens und verletzte sich an der Hand, was eine lange verletzungsbedingte Pause nach sich zog. „Ich freute mich sich sehr, bei einem Weltcup starten zu können, da nur die 300 besten Fahrer der Welt nominiert sind“, so der 28-jährige und damit ältere der beiden Brüder, Christian. „Nach der Qualifikation war zwar Schluss, da ich den Einzug in den Finallauf der besten 80 verfehlte, dennoch war es eine super Erfahrung.“

Gerne vergleichen die beiden Brüder ihren Sport mit den alpinen Skiwettbewerben im Winter. „Abfahrtsrennen sind im Prinzip dem Downhillsport im Sommer recht ähnlich. Man hat bei beiden Sportarten hohe Geschwindigkeiten, Sprünge und zu guter Letzt ist die Linienwahl oftmals entscheidend über Sieg oder Niederlage“, so Daniel, der in Offenburg Maschinenbau und Werkstofftechnik studiert. Noch hoffen die beiden Sportbegeisterten auf etwas mehr Akzeptanz bei Zuschauern und Medien, fristet der Downhillsport doch nach wie vor ein Schattendasein. „Mit ein Grund dafür könnte sein, dass es eine Extremsportart ist und für manche nur eine Art Freakshow. Aber es ist Leistungssport auf höchstem Niveau“, betonen die beiden Bräunlinger. In der kommenden Saison starten sie für das Team „No 6 Pack“ aus München.

Da sie dieses Jahr noch mehr nationale und internationale Rennen fahren wollen, sind sie zusätzlich auf der Suche nach regionalen Sponsoren. Wer mehr über die Jungs erfahren möchte, findet sie auch im Internet, wo man sich auch ein Video von den beiden aus Todtnau ansehen kann, das die ganze Dynamik des Downhill-Sports zeigt.

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