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Blumberg Wohnungseinbrüche in Blumberg beunruhigen die Bürger

Seit Juli 2015 neun Fälle in der Kernstadt. Spezialgruppe der Polizei tappt noch im Dunkeln.

In Blumberg läuft eine Einbruchserie in Wohnungen, die die Menschen verunsichert. Seit dem 1. Juli 2015 gab es bis jetzt in der Kernstadt neun Wohnungseinbrüche, hieß es gestern auf der Polizeidirektion Tuttlingen auf Anfrage. Die Einbruchserie geht im neuen Jahr weiter. Zwischen dem 4. und 7. Januar versuchten Täter am helllichten Tag, in ein Wohnhaus in Steigäcker einzudringen, was ihnen letztlich misslang. Der letzte Wohnungseinbruch passierte am Freitag, 8. Januar, in der Hansjakobstraße. Die bisher unbekannten Täter kamen tagsüber in ein Mehrfamilienhaus und drangen dort in eine Wohnung ein, deren Tür zugezogen aber nicht abgeschlossen war. Dort sollen sie nach bisherigen Informationen Schmuck und Bargeld entwendet haben.

Blumberg ist kein Einzelfall, im ganzen Bereich der Polizeidirektion Tuttlingen gebe es Wohnungseinbrüche. Weil sie gerade im Herbst, wenn es früher dunkel wird, zunehmen, habe die Polizei im Herbst 2015 eine Spezialeinheit gebildet, sagte Thomas Kalmbach von der Polizeidirektion.

Auffallend ist, dass die Einbrecher in Blumberg vor allem das Wohngebiet am Eichberg bevorzugen. Die Polizei tappt trotz Sondergruppe noch weitgehend im Dunkeln. „Keiner der neun Fälle ist geklärt“, sagte Thomas Kalmbach von der Öffentlichkeitsstelle in Tuttlingen.

Beim Polizeiposten Blumberg ging man noch voriges Jahr davon aus, dass es überörtliche Täter seien. Inzwischen könne nicht ausgeschlossen werden, dass es örtliche Täter seien, hieß es.

 

Polizei gibt Tipps gegen Wohnungseinbrüche in Blumberg

Wie können sich nun die Haus- und Wohnungsbesitzer gegen Einbrüche und die Machenschaften der Einbrecher schützen? Die Polizei gibt folgende Ratschläge:

Abschließen: Der erste Ratschlag lautet: Verschließen Sie immer Fenster und Türen. Lassen Sie ein Licht in der Wohnung brennen, wenn Sie das Haus verlassen, auch die Garagentür sollte verschlossen werden. Achten Sie auf Fremde auf Ihrem Grundstück und Ihrer Nachbarschaft.

Alarm schlagen: Der zweite Ratschlag lautet: Kommt Ihnen die Situation verdächtig vor, sofort die Polizei verständigen über den Notruf 110. Notieren Sie Fahrzeuge, die Ihnen verdächtig vorkommen. Denken Sie an eine mögliche Personen- und Fahrzeugbeschreibung. Verbünden Sie sich mit den Nachbarn gegen Einbrecher, sprechen Sie längere Abwesenheiten ab. Denken Sie daran, Hecken und Büsche soweit runterzuschneiden, damit Ihr Haus von allen Seiten eingesehen werden kann.

Nachbarschaft nutzen: Bereits vor Jahren hat die Polizei den Begriff „Neighbour–watch“ in Umlauf gebracht, der aus den Vereinigten Staaten stammt. Die Nachbarn werden bei dieser Aktion aufgefordert, die Häuser und Grundstücke vermehrt zu beobachten und aufzupassen, was dort Ungewöhnliches geschieht. Schon seinerzeit hat die Polizei darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine Notwendigkeit handelt, die durchaus keine Bespitzelung der Nachbarn sein soll, wie es in einigen Kreisen der Bevölkerung hieß. Inzwischen ist diese Aktion in der Vergessenheit geraten, jetzt sei sie wieder aktuell geworden.

Schwachstellen beseitigen: Einbrecher suchen und finden Schwachstellen an ihrer Wohnung, an ihrem Geschäft, die sich mit relativ geringen Mitteln beseitigen lassen. Die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen werden Sie gerne kostenlos beraten. Informationen auch unter: Polizeiposten Blumberg, Telefon 41066. (bal)

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