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Blumberg Rekordbesuch beim Neujahrsempfang in Blumberg

Zum Neujahrsempfang der Stadt Blumberg kamen erstmals mehr als 400 Besucher. Im Fokus der Veranstaltung standen alle wichtigen Events und Ziele der Stadt für 2016. Das Thema Flüchtlinge war ebenfalls ein wichtiger Punkt in der Ansprache des OBs.

Aufbruchsstimmung sowie Nachdenkliches wegen der Flüchtlinge prägten den Neujahrsempfang der Stadt Blumberg am Samstag in der Stadthalle. 450 Gäste kamen, was einen neuen Rekord darstellt. Mit dem Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei (CDU), dem Landtagsabgeordneten und CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf für die Landtagswahl, seinem Kollegen Niko Reith (FDP), Landrat Sven Hinterseh, IHK-Vizepräsident Steffen P. Würth, Spitzenvertretern der Blumberger Betriebe und Ehrenbürger Stefan Scherer war der Empfang hochkarätig besetzt.

Bürgermeister Markus Keller zog einen positiven Rückblick: 2015 sei es gelungen, wichtige Vorhaben zu beginnen oder voranzutreiben, zum Beispiel die Ortsdurchfahrt Hondingen und die Sanierung des Panoramabads, beide mit großer Bürgerbeteiligung, den Ausbau der Breitbandversorgung, den Schulverbund von Grund- und Werkrealschule, die beantragte Ganztagesschule sowie die Eigenkapitalaufstockung für die Bahnbetriebe Blumberg.

Viele dieser Ziele werden dieses weiter entwickelt oder vollendet wie das Panoramabad, dazu kommt die Spielplatzoffensive, dazu kommen auch viele Events wie die zweite Blumberger Eisbahn, das Street-Art-Festival oder der Eichbergcup. Ausdrücklich dankte der Bürgermeister der Blumberger Wirtschaft, die auch 2015 wieder viel in den Standort Blumberg investiert habe, Keller nannte den Schwarzwaldhof, Teubert und Metz Connect.

Viel Beifall erhielt Keller für seine besondere Einladung an die Abgeordneten und den Landrat zur Eröffnung des Panoramabads am 14. Mai. Thorsten Frei und Guido Wolf erhielten eine elastische Badehose in Schwarz, Niko Reith erhielt eine in Gelb und der Landrat in hellblau. Die Abgeordneten und der Landrat wollen sich revanchieren. Thorsten Frei sagte in Anspielung auf die Landtagswahl am 13. März, er würde im Mai gerne mit dem Ministerpräsidenten in Blumberg baden gehen.

Ein zentraler Punkt in der Ansprache des Bürgermeisters waren die Flüchtlinge. 2015 habe die Stadt mehr Flüchtlinge und Asylsuchende aufgenommen als im Jahr zuvor und sich vorbereitet, 2016 weitere Unterkünfte bereitzustellen. Die Stadt habe verschiedene Wohnungen und das Pfarrhaus Riedöschingen angemietet und die Gaststätte Adler-Post in Zollhaus gekauft. Keller betonte: „Wir haben unser Bestes gegeben, um die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, gut aufzunehmen.“ Keller dankte allen ehrenamtlich Tätigen.

Einen Sonderapplaus erhielt die Stadtkapelle Blumberg, die den Neujahrsempfang mit vier Stücken würdig umrahmte. Einer der musikalischen Höhepunkte war das Stück „Soliloquy and Dance“ von Philip Parker mit einem Oboensolo des 16-jährigen Savio Byrczak, 2013 ein Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.
 

Die Flüchtlinge waren ein zentrales Thema für die Abgeordneten

 

Thorsten Frei: 2015 seien 1,5 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei. Die Ereignisse der letzten Tage zeigten, dass man Empathie und Nächstenliebe brauche, aber auch Vernunft, um die Flüchtlinge, die eine Chance hätten zu bleiben, zu integrieren, sagte Frei. Blumberg attestierte Frei eine dynamische Entwicklung, beim Breitband sei die Stadt vorne dabei.
 

Guido Wolf: Der Landtagsabgeordnete (CDU) erklärte, Blumberg habe es beispielhaft geschafft, sich der Herausforderung mit den Flüchtlingen zu stellen. In der Bevölkerung herrsche wegen der Flüchtlinge eine Vertrauenskrise in die Leistungsfähigkeit der Politik. Was an Silvester in Köln passiert sei, rüttle die Bevölkerung auf. Wolf war am Freitag auch auf der Sitzung des CDU-Bundesvorstands in Mainz, auf der die CDU-Spitze als Konsequenz auf die Angriffe in Köln härtere Gesetze forderte.

Niko Reith: Der Landtagsabgeordnete (FDP) betonte, der Schwarzwald-Baar-Kreis habe für Flüchtlinge drei Erstaufnahmestellen und sei schon dadurch belastet. Der Alleingang von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der dazu geführt habe, dass unbegrenzt Flüchtlinge kämen, „hat uns das Leben schwerer gemacht.“

Landrat: Kurz hielt sich Sven Hinterseh, der mit den Abgeordneten Thorsten Frei und Guido Wolf anschließend gleich zu einer Trauerfeier weiter musste. Hinterseh dankte Bürgermeister Keller, der Blumberg voranbringe, aber auch als Kreisrat über den eigenen Kirchturm blicke. (blu)

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