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Blumberg Projekt Kindercash an der Scheffelschule

16.11.2011
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An der Blumberger Scheffelschule lernen die Sechstklässler den Umgang mit Geld.

Blumberg – Im Klassenzimmer der 6a der Blumberger Scheffelschule lief gestern das Lied „Ich wär so gerne Millionär“ von den Prinzen. Passend dazu erhielten die 18 Schülerinnen und Schüler jeweils ein blaues Sparschwein mit vier Schlitzen. Der erste Schlitz ist für Geld ausgeben, der zweite Schlitz für Geld sparen, der dritte Schlitz ist für Geld investieren und der vierte Schlitz ist für eine gute Tat.

Die Schweine brachten Ruth Keller, Schuldnerberaterin des Schwarzwald-Baar-Kreises, und Heinz Kollross, ihr ehrenamtlicher Helfer. Zu zweit thematisierten sie mit den Kindern alles um den Begriff Geld. An der Tafel hingen zum Beispiel die Begriffe arm und reich, Keller und Kollross notierten, was die Schüler dazu sagten. Abwechselnd fragte einer der beiden die Schüler, der oder die andere notierten die Ideen und Gedanken an der Tafel.

Klassenlehrerin Britta Sosinski, Lehrer Matthias Fischer sowie Ruth Keller und Heinz Kollross waren beeindruckt, was und wie viel den in der Regel Zwölfjähringen zum Thema Geld alles einfiel.

„Es war toll“, so Ruth Keller, „es war eine Punktlandung, die Schüler waren voll dabei.“ Wie sehr sich die Schüler mit dem Thema beschäftigten und wie schnell sie lernten, zeigte sich zum Schluss, als jedes Kind einen Euro in 10-Cent-Stücken erhielt, die sie in die einzelnen Schlitze tun konnten. Die wenigsten Kinder hätten die Münzen in den Schlitz ausgeben gesteckt, berichtete Klassenlehrerin Britta Sosinski, viele Münzen fielen in die Schlitze sparen, investieren und gute Tat.

Darüber freute sich auch Rektor Robert Bornhäuser, der anschließend zum Pressegespräch in das Rektorat geladen hatte. Er war der erste Rektor, der Interesse bekundete, als Schuldnerberaterin Ruth Keller im Frühjahr die Schulen anschrieb. Damit zähle die Scheffelschule auch hier zu den Vorreitern im Schwarzwald-Baar-Kreis, sagte Bürgermeister Markus Keller. Auch der Bürgermeister steht voll hinter dem Projekt. Vorbeugung (Prävention) sei immer besser als zu warten, „bis der Karren verfahren ist“, betonte Keller. Er äußerte sich gestern auch zu einem Gedanken des Rektors, den dieser schriftlich festgehalten hatte: Nicht nur Jugendliche sollten erfahren dass Geld nicht einfach aus dem Bankautomaten kommt und dass Wünsche zuweilen auch warten können. Das gelte auch für politische Mandatsträger.

Scheffelschulrektor Robert Bornhäuser hatte noch mehr Gedanken schriftlich festgehalten. So sollen Jugendliche erfahren, dass Geld vielseitig eingesetzt werden und wachsen kann. Und sie sollen lernen, sich Ziele zu setzen, zu warten und zu planen.

Baden Württemberg, Seite 9

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