Mein

Blumberg Motorradlärm-Opfer solidarisieren sich

20.07.2011


Die vom SÜDKURIER initiierte Menschenkette gegen Motorradlärm am Randen (siehe unsere Ausgabe vom 2. Juli) macht im gesamten Schwarzwald von sich Reden und stößt auf große Zustimmung.

Zwar steht der Termin für die Demonstration am Fahrbahnrand noch nicht fest, weil es unter anderem mit den Straßenverkehrsbehörden noch Details abzuklären gilt, doch ist bereits jetzt ein großer Solidaritäts-Effekt zu spüren.

Die rund um Todtnau aktive „Bürgerinitiative Präg gegen Motorradlärm und -raserei“ hat angekündigt, auf alle Fälle an der Menschenkette teilzunehmen – um so deutlich zu machen, dass der Krach aus illegal montierten Rennauspuffanlagen oder „Tüten“ mit einer EU-ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) kein lokal begrenztes Ärgernis ist, sondern in einigen Gebieten des Schwarzwalds und Baden-Württembergs die Lebensqualität der Menschen vor allem am Wochenende einschränkt.

Die „Bürgerinitiative Präg gegen Motorradlärm und -raserei“ gründete sich Ende August 2009, nachdem Bewohner des Todtnauer Teilorts an einem Sonntag 280 Motorräder in einer Stunde gezählt hatten und es an diesem Tag auch einen tödlich verunglückten Motorradfahrer zu beklagen galt. Ein Sprecher der BI: „An einem schönen Tag verwandeln Tausende von Motorradfahrern das Naturschutzgebiet Gletscherkessel Präg buchstäblich in ein Motodrom.“

Die Gruppe, die sich vom Landratsamt Lörrach nicht konsequent unterstützt fühlt, steht in Kontakt mit Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und hat vor kurzem eine von der Verkehrswacht finanzierte mobile Geschwindigkeitsmessanlage im Wert von 3000 Euro als Dauerleihgabe erhalten. Jetzt hofft die BI, dass das Geschwindigkeitsmessgerät das Gewissen der Motorradfahrer anspricht, ganz sanft mit dem Gasgriff umzugehen.

Dietmar Schweigler, Sprecher der Randener BI, freut sich über die Solidarität der Todtnauer Leidensgenossen. Der CDU-Gemeinderat berichtet, zuletzt von sehr vielen Menschen auf die Lärmproblematik angesprochen worden zu sein, darunter auch Epfenhofener und Fützener. Und auch von „ganz normalen Motorradfahrern“ habe er Zustimmung erhalten, gegen den Lärmterror vorzugehen. Denn die merkten, dass sich das Engagement der Bi nicht gegen sie, sondern gegen die Chaoten auf zwei Rädern richtet.

Die Randener BI ist mittlerweile Teil eines Netzwerks, in dem sich mehrere betroffene Kommunen beziehungsweise Regionen in Baden-Württemberg unter dem Dach des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) zusammengeschlossen haben.

Neben Randen und Präg machen noch Loffenau im Schwarzwald mit, Kirchberg/Murr, Weinstadt und der Odenwald. Holger Siegel vom BUND-Arbeitskreis Motorradlärm richtet in Kürze eine Anfrage an die Landesregierung – um auch die neuen Entscheider in Stuttgart auf ein drängendes, landesweites Problem aufmerksam zu machen. Allerdings: Die Vorstöße bei der alten Landesregierung blieben immer erfolglos.

Lärmquelle Auspuff
Huihuihui...
...da fahren doch glatt Motorradfahrer durch den Schwarzwald.
Beitrag von phillsen
Man lese einfach den o.g. Beitrag um zu wissen mit welch kultivierter Spezies unserer Art wir ...
Skandalös!
Als gute Biker und Christenmensch kann ich da wirklich nur den Klapphelm schütteln!
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln