Die Realschule Blumberg war der erste Ort, an dem dieses neue Stück des Kulturexpress gezeigt wurde.
Der Bildungsplan lege fest, dass an den Schulen Drogenprävention stattfinden müsse, sagte Rektor Egon Bäurer. Er dankte seinem Kollegen Hannes Jettkandt, Drogenbeauftragtem. Zu den Schülern sagte der Rektor: „Wir hoffen, dass ihr die richtigen Schlüsse zieht.“ Und los ging es.
Kennengelernt haben sich Steffi und Stefan, so die Namen der Schauspieler im Stück, am Rande einer Party. Ihr war schlecht, sie ging nach draußen, er erklärte ihr die Sterne am Himmel. Zu ihrer ersten Verabredung bringt Stefan im Rucksack Alkohol mit. Sie will nicht, holt zwei Gläser Orangensaft, er kippt Wodka dazu, ohne dass sie es sieht und sie probiert.
Der erste Kuss. Er sagt: „Das muss gefeiert werden“, natürlich mit Alkohol. Sie probiert, „schmeckt ja doch ganz lecker“. Ihre Freundin Marion, deren Mutter alkoholabhängig ist, warnt Steffi, Stefan sei Alkoholiker. Steffi will das nicht hören, sie geht zu Marion auf Distanz. Steffi wird in die Clique von Stefans Freund Felix aufgenommen, der Jüngere schamlos betrunken macht. Immer trinkfester, erhält sie dort den Spitznamen „Tequila“, Stefan heißt in dieser Clique „Johnny“. Steffi und Stefan sind auf die Namen stolz.
Ein Wochenende, Steffi hat sturmfreie Bude. Sie will mit Stefan die „Nacht der Nächte“ erleben, er kommt mit einer Alkoholfahne und Stoff, sie trinken, Stefan wird müde und schläft ein. Steffi ist frustriert. Marion warnt sie erneut, doch Steffi rutscht immer tiefer ab. Zuerst lässt sie das Sporttraining sausen, dann schwänzt sie eine Mathearbeit.
Aufmerksam hatten die Schüler das 65 Minuten dauernde Stück verfolgt. Bei der Diskussion wollten sie wissen, ob Julia und Viktor schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie im Stück. Beide hatten als Jugendliche auch mal Alkohol getrunken, „aber Komasaufen gab es nicht.“ Zum Schluss machte ein Schüler Julia und Viktor, die zum ersten Mal zusammen gespielt hatten, Mut: „Gut gemacht, macht weiter so.“
