– Optimale Verbindungssysteme, grenzenlose Lösungen heißt das Ziel von Metz Connect im Bereich der Datentechnik. Das Interesse war groß, ist Metz Connect im Bereich Infrastruktur für das Industrial Ethernet doch Innovationsführer, wie Armin Frank vom Management-Team des Innovationsnetzwerks Schwarzwald-Baar-Heuberg eingangs ausführte.
Mehr als 40 Interessierte kamen. Anwesend waren alle drei Gesellschafter, Firmengründer Albert Metz und seine Söhne Jochen und Christian Metz, ebenso Blumbergs Wirtschaftsförderin Alexandra Scherer.
Geschäftsführer Torsten Janwlecke schilderte anhand einer Präsentation die Entwicklung des Familienunternehmes von der Gründung 1976 durch Albert Metz mit dem Aufbau einer Produktion für Steckverbinder, dem Einstieg in die Datentechnik 1983 mit dem Kauf von BTR, der beginnenden Internationalisierung ab 1990 und der Neuausrichtung der Firmengruppe ab 2004 als Metz Connect. Heute hat Metz Connect weltweit 715 Beschäftigte, davon 432 am Firmensitz Blumberg. Mit den drei Produktlinien Leiterplattenanschlusstechnik, Intelligente Komponenten und Verkabelungssysteme wurden voriges Jahr erstmals mehr als 60 Millionen Euro erwirtschaftet. Europa bleibt mit 70 Prozent wichtigster Markt, 20 Prozent entfallen auf Nord-, Mittel- und Südamerika. Ein wachsender Markt ist Asien mit derzeit acht Prozent.
Uwe Eisenmann berichtete über die Datenübertragung in der Industrieautomation. Dank industrietauglicher Daten-Steckverbindungen von Metz entsteht eine Kommunikation, die den „transparenten Blick in die Produktion“ ermöglicht, so Eisenmann.
Joachim Borst, der bei Metz das Innovationszentrum mit 37 Leuten leitet, informierte die Gäste über Innovationen für das Industrial Ethernet. Das Ethernet ist eine innovative Technik, mit der die Datennetzwerke der Bürowelt mit denen in der Fabrik zusammengeführt werden. Metz Connect ist dabei Marktführer im Bereich der Infrastruktur. „Wir bieten die Verkabelungsinfrastruktur für solche integrierten Netze mit Produkten, wie sie im Büro üblich sind, und mit geschützten Bausteinen, wie sie in der Fabrik beziehungsweise in der Maschine verwendet werden können“, erläuterte Joachim Borst dem SÜDKURIER. Metz Connect prägt den Trend mit. Die Bürowelt ist schon lange vernetzt, dann folgte die übergeordnete Steuerung in der Fabrik, mit dem Ethernet werden beide Stränge verbunden.
In der Tüftlerschmiede von Metz Connect ist man stolz: „Wir halten als Metz Connect insgesamt 56 Stammpatente und melden jedes Jahr vier bis fünf neue Patente an“, schildert Innovationsleiter Joachim Borst den Gästen.
Nach den Vorträgen erhielten die Gäste eine Führung durch das Innovationszentrum. Im Applikationslabor erfolgen alle Prüfungen während der Konstruktion, dort wird zum Beispiel getestet, ob ein Patchkabel stabil genug ist. In der Hochfrequenz-Entwicklung arbeiten die Fachkräfte auch mit Simulationsprogrammen. Der Markt ist da, das Geschäft brummt. Albert Metz sucht dringend noch Fachkräfte für den Vertrieb und Ingenieure.