Blumberg Lage nach Chemieunfall in Blumberger Galvanik-Firma entspannt sich

Die Lage nach Chemieunfall in der Blumberger Galvanik-Firma Hartchorm/Kreuz entspannt sich. Noch am Montag, als der Unfall um 3.20 Uhr geschehen war, wurde sämtliches betroffene Erdreich und der betroffene Teil der Zufahrt ausgebaggert. Dort waren in der Nacht zum Montag circa 50 Liter verdünnte Chromsäure versickert

Firmeninhaber Patrick Kreuz ist am Dienstagvormittag mit seinen Mitarbeitern beschäftigt, den Maschinenraum, wo der Ventilator der Abluftanlage zersprungen war, auszuräumen. Dabei war eine Rohrleitung beschädigt worden und verdünnte Chromsäure ausgelaufen. Die Chromsäure entsteht durch den Produktionsprozess. In der Galvanik-Firma Hartchrom/Kreuz werden Maschinenteile aller Art wie für die Automobilindustrie oder die Druckindustrie hartverchromt. Die fertig verchromten Teile werden in einem kalten Wasserbad gespült, dieses Wasser wird im Lauf der Zeit mit Chromsäure angereichert. Diese verdünnte Chromsäure lief aus.

Patrick Kreuz war am Dienstag leicht optimistisch. Er sicherte die Restteile des zerborstenen Ventilators für die Polizei. In der Blechverkleidung des älteren Gebäudes, wo der Maschinenraum, in dem sich keine Arbeitsplätze befinden, angebaut ist, ist an der Stelle, wo der Ventilator zerbarst, eine deutliche Ausbuchtung zu sehen.

So sieht die Zufahrt zur Galvanik-Firma Hartchrom/Kreuz im Blumberger Südwerk am Dienstagmorgen, dem Tag nach dem Chemieunfall aus. Dort, wo circa 50 Liter verdünnte Chromsäure versickert waren, wurden die Bäume gefällt und die Asphaltschicht abgegraben.
So sieht die Zufahrt zur Galvanik-Firma Hartchrom/Kreuz im Blumberger Südwerk am Dienstagmorgen, dem Tag nach dem Chemieunfall aus. Dort, wo circa 50 Liter verdünnte Chromsäure versickert waren, wurden die Bäume gefällt und die Asphaltschicht abgegraben. | Bild: Bernhard Lutz

Der Dank des Firmeninhabers geht an die Stadt Blumberg mit dem Bauhof, Forst, an die Feuerwehr, die Behördenvertreter und die Firma Steuer-Tiefbau aus Kommingen, die am Montag bis 22 Uhr die von der verdünnten Säure betroffenen Stellen ausgebaggert habe, die Containerfirma Rösch aus Kommingen, die Container zur Verfügung gestellt habe, und die Entsorgungsfirma Alba, die ebenfalls am Montag zur Stelle war. Sie alle, so Kreuz, hätten Hand in Hand gearbeitet und mitgeholfen, dass es wieder vorwärts geht.

Die Produktion ruht derzeit. Patrick Kreuz kümmert sich nun um einen Ventilator, in zwei Wochen sind Betriebsferien. Sofern ein neuer Ventilator eingebaut ist und die Behörden grünes Licht geben, könnte dann die Produktion wieder beginnen. Beim Regierungspräsidium Freiburg hieß es am Dienstag auf Anfrage, sie seien am Montag mit der Firma Hartchrom/Kreuz ständig in Kontakt gewesen, sagte Dieter Kaltenmeier, Leiter eines der vier Industrie-Referate in der Abteilung Umwelt, auf Anfrage. Am Donnerstag gehe ein Mitarbeiter zur Firma und veranlasse das vielleicht noch Notwendige.
 

Die Wiederaufnahme wäre auf jeden Fall schneller als beim ersten Chemieunfall in dem Blumberger Galvanik-Betrieb am 16. September 2016. Damals waren rund 2000 Liter verdünnte Chromsäure ausgelaufen und es hatte dazuhin noch geregnet. Die Firma Hartchrom-Kreuz hatte danach auf ihrem Betriebsgelände eine neue Kanalisation einbauen lassen, das Landratsamt hatte die gute Kooperation von Patrick Kreuz mit den Behörden gelobt.

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