Das letzte Gruppenmatch gegen Ghana am kommenden Mittwoch und auch die dann hoffentlich folgenden KO-Spiele finden entweder an Samstagen und Sonntagen oder zu einer Uhrzeit (20.30 Uhr) statt, bei der die allermeisten Arbeitnehmer bereits ihre Werkzeuge aufgeräumt beziehungsweise den PC heruntergefahren haben dürften.
Ganz offensiv geht Jochen Metz, Geschäftsführender Gesellschafter von Metz Connect und großer Fußball-Freund, die im Raum stehende Kollision von Fußball-Fieber und Arbeitsalltag an: Er lässt auf Freitag einen Beamer samt Großbildleinwand im großen Besprechungszimmer seines Unternehmens aufstellen – so wie bei der Weltmeisterschaft 2002. Der hauseigene Elektriker habe auch schon die Einsatzbereitschaft der Anlage geprüft. Er freut sich auf den Anpfiff: „Es ist doch schön, wenn Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Abteilungen zusammenkommen“, sagt Jochen Metz.
Das sei gut fürs Klima – das gemeinsame Fußball-Erlebnis quasi als kleiner Betriebsausflug. Bei wem es die Arbeit erlaube, der könne sich auch einen Fernseher mitbringen, die Übertragung am Radio zu verfolgen sei sowieso kein Problem. Und was machen die Beschäftigten, bei denen die Maschinen aus den unterschiedlichsten Gründen zwischen 13.30 und 15.15 Uhr nicht heruntergefahren werden können? Jochen Metz geht davon aus, dass die in diesen Bereichen eingesetzten Mitarbeiter mit ihren weniger Fußball-vernarrten Kollegen den Dienst getauscht haben. Klar auch, dass die Belegschaft von Metz Connect einen WM-Tipp organisiert hat. 90 Mitarbeiter stellen dabei ihr Fußball-Knowhow auf die Probe.
