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Bad Dürrheim Verschwundene Katzen: Ein tierisches Wiedersehen

Hintergrund: Wer hat sie gesehen?
Hintergrund: Mysteriös: Katzen verschwinden

Freut sich, dass Kater Gilbert wieder da ist: Die fünfjährige Carolin. Bei der Aufnahme des Bilds war der kleine Streuner allerdings schon wieder unterwegs im Garten.
Freut sich, dass Kater Gilbert wieder da ist: Die fünfjährige Carolin. Bei der Aufnahme des Bilds war der kleine Streuner allerdings schon wieder unterwegs im Garten. | Bild: Oehl

Im Neubaugebiet „Auf Stocken“ hat der Weihnachtsmann dieses Jahr offenbar schon einige Tage vor Heiligabend vorbeigeschaut: Denn seit einigen Tagen hat die kleine Carolin Joos ihren lange vermissten Kater Gilbert wieder. Das Tier war in einer Reihe mysteriöser Fälle am 4. Januar dieses Jahres verschwunden. Carolins Mutter Anja hatte vermutet, dass das Tier von unbekannten Tätern gezielt weggebracht worden war (der SÜDKURIER berichtete).

Es war jedoch nicht der Weihnachtsmann persönlich, der der jungen Familie die frohe Botschaft verkündete, sondern Dirk Schmid. Der St. Georgener war über die Internetseite des Tierschutzvereins Schwenningen auf den schwarz-weiß-gefleckten Kater aufmerksam geworden. In der dortigen Datenbank sind zahlreiche vermisste Tiere, zumeist Katzen, in Steckbriefform mit Bild und Beschreibung aufgeführt.

Sein Cousin hatte das gesund und vital wirkende Tier im Villinger Stadtteil Steppach gesehen und aufgenommen. Nach dem Wiedererkennen in der Datenbank vermisster Tiere zögerte Dirk Schmid nicht lange, rief Familie Joos in Bad Dürrheim an und führte die lang ersehnte Wiedervereinigung von Mensch und Tier herbei.

Im Neubaugebiet „Auf Stocken“ ist die Freude über den wieder aufgetauchten Kater nach Monaten des Wartens und Hoffens riesig. „Unser größter Wunsch zu Weihnachten ist in Erfüllung gegangen“, sagt Anja Joos. Dass Gilbert plötzlich wieder da sei, grenze an ein Wunder. Vor allem für die kleine Carolin, der das Tier sehr ans Herz gewachsen war, sei das Wiedersehen überwältigend gewesen. „Sie freut sich unwahrscheinlich“, sagt ihre Mutter.

Wo sich Gilbert die vergangenen elf Monate rumgetrieben hat, bleibt hingegen ein Rätsel. Die Dürrheimer Familie hatte bis in den Sommer Plakate aufgehängt, den SÜDKURIER kontaktiert und auch die Polizei eingeschaltet. Konkrete Hinweise auf den Aufenthaltsort Gilberts hatte es jedoch – bis auf eine Ausnahme, bei der sich das gefundene Tier jedoch als das falsche erwies – keine gegeben.

Könnte der Kater sprechen, er hätte wohl viel über die Monate auf der Wanderschaft zu erzählen. Es muss ihm dabei offensichtlich ganz gut gegangen sein. „Er hat nicht eine Schramme und ist wohl genährt“, sagt Joos. Passend zur Adventszeit hat es sich Kater Gilbert übrigens schon wieder in seinem alten Körbchen gemütlich gemacht. Dort schnurrt er jetzt genüsslich vor sich hin und schläft viel. Aber auch sein altes Revier im Neubaugebiet „Auf Stocken“ erkundet Gilbert wieder. Nach dieser langen Reise ist das ja auch kein Wunder.

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