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Bad Dürrheim Tränen und Trauer um die närrische Zeit

22.02.2012
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Es war ein schmerzhafter Abschied, den die Narren gestern nehmen mussten. Unter lautem Wehklagen ist die Narrenzunft Bad Dürrheim zum Hindenburgpark gezogen.

Begleitet wurden sie vom Fanfarenzug, der Trauerlieder spielte. Im Park hatte die Siedergilde die etwa neun Meter hohe Stroh-Hexe aufgebaut, die dann vom Sieder-Nachwuchs angezündet wurde.

Vizezunftmeister Joachim Müller bedankte sich bei den Narren für die „wunderbare und schöne Fasnet“. Aber gleichzeitig tröstete er die Narren mit den Worten: „Nur noch ein paar Tag' im Jahr, dann ist die Fastnacht wieder da.“ Bis zum nächsten Schmotzigen Dunstig – am 7. Februar 2013 – seien es nur noch 351 Tage. Begleitet wurde die Abschiedszeremonie vom Fanfarenzug der Narrenzunft sowie der Guggenmusik der Urviecher.

Mit lautem Geheule, einem dreifachen Narri-Narro und ebensolchem Brunnä-Hex wurde in Oberbaldingen die Fasnet verabschiedet. Die Hexen tanzten noch einmal um die brennenden Reste des Narrenbaumes, der in diesem Jahr zum ersten Mal in solcher Zeremonie in Flammen aufging, was viele Schaulustige verfolgten. Dazu waren die Trommeln der Ketä-Fätzä und laute schaurige Hexenmusik zu hören.

Auch in Unterbaldingen fiel der Narrenbaum der Axt zum Opfer, nachdem die letzten närrischen Unterbaldinger sich am Lagerfeuer mit Glühwein und gegrilltem Speck gestärkt hatten. Detlev Huber und Jürgen Schacherer weinten um das Ende der Fasnet und den Baum, als er dann nach kurzem Sägen am Boden lag und die kleinen Tigerferkel sich schnell die Bändel schnappten, bevor der Narrenbaum in diesem Jahr zu Mirijam Merz ging, die in das glückselige Los gezogen hatte.

Das riesengroße Schnupftuch der Hochemminger tat wieder einmal für die trauernden Narren seinen Dienst. Im Nu wurde der „krumme Hund“ – wie der Baum genannt wurde – von gnadenloser Hand gefällt und die Fasnet somit dem Feuer übergeben. Ortsvorsteher Helmut Bertsche hatte sich hinterlistig seinen Amtssitz zurückgeholt und erhielt allseitige Entlastung für die geschmierten Care-Pakete. Angesichts der Polizei und eines schadenfrohen Ortsvorstehers im Rücken waren die Panzerknacker spurlos verschwunden. Doch für die Fastnacht gilt die Losung: „Danach ist davor – s' goht degege“

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