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19.02.2013  |  von  |  0 Kommentare

Bad Dürrheim Onkel wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt

Bad Dürrheim -  Ein 47 Jahre alter Bad Dürrheimer muss sich Mitte April vor dem Landgericht Konstanz verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, seine zum Tatzeitpunkt zehnjährige Nichte sexuell missbraucht und einige Jahre zuvor auch eine erwachsene Bekannte versucht haben, sexuell zu nötigen (der SÜDKURIER berichtete).

Symbolbild  Bild: dpa

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Redakteurin Bad Dürrheim

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Wie der Sprecher des Landgerichts Konstanz, Richter Jochem, dem SÜDKURIER sagte, sei die Verhandlung auf einen Tag angelegt. Neun Zeugen und ein Sachverständiger werden an diesem Tag verhört.

Der Mann, wohnhaft in Bad Dürrheim, muss sich gegen den Vorwurf rechtfertigen, im Frühjahr 2007 sexuelle Die Verhandlung vor dem Landgericht Konstanz findet am 15. April statt. Handlungen an seiner Nichte vorgenommen zu haben, erklärt Jochem. „Die Nichte war zum Tatzeitpunkt zehn Jahre alt.“

Erst als sich der Onkel im Jahr 2011 wieder bei seiner Nichte gemeldet hatte – also drei Jahre nach der mutmaßlichen Tat – konnte sie den Mut fassen und sich einer Freundin anvertrauen. „Anschließend suchte sie auch Kontakt zu einer Jugendbetreuerin und erzählte ihr von dem Vorfall“, berichtet die Staatsanwältin Stefanie Rumpf. „Dann erstattete das Mädchen Anzeige gegen den Onkel.“

So kamen die Ermittlungen gegen den Mann überhaupt in Gang. Es sei nachvollziehbar, dass sich das Mädchen erst nach so langer Zeit einer Vertrauensperson geöffnet habe, so die Staatsanwältin. „Sie war noch recht jung bei der Tat. Die Opfer ringen häufig mit sich und den Geschehnissen.“ Diese Tat soll sich in Bad Dürrheim abgespielt haben. Der Mann war zuvor noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten, war von der Staatsanwaltschaft zu hören.

Obwohl das Mädchen die Tat erst nach drei Jahren angezeigt hat, ist das Geschehen nicht verjährt. „Bei Sexualdelikten gelten sehr lange Verjährungsfristen“, unterstreicht die Konstanzer Staatsanwältin Stefanie Rumpf.

Der andere Vorwurf soll sich, so sagte Gerichtssprecher Jochem, in Villingen-Schwenningen zugetragen haben. Hierbei wirft die Staatsanwaltschaft dem heute 47-Jährigen vor, die beste Freundin seiner Ehefrau sexuell genötigt zu haben. Konkret wird dem Mann zur Last gelegt, die Frau mit Gewalt und gegen deren Willen zum Geschlechtsverkehr zu zwingen. „Aber die Frau konnte sich aus der Situation befreien“, sagte Jochem. Dies alles solle sich im Frühjahr 2003 zugetragen haben.

Einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten schließt die Staatsanwaltschaft aber aus. „Davon gehen wir nicht aus“, sagte Staatsanwältin Rumpf.

Die Verhandlung vor dem Landgericht Konstanz wird unter Rücksicht auf das Mädchen vor der Jugendschutzkammer verhandelt.

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