Bad Dürrheim Kulturlotsen stehen in den Startlöchern
Olaf Hovingh hat bereits einige Freiwillige auf seiner Liste. Dennoch ist er auf der Suche nach weiteren Kulturlotsen für das von ihm geleitete neue Projekt für Kinder. Bild: Kurz
– Mittlerweile nimmt die Planung für das Projekt Kulturlotsen in Bad Dürrheim konkrete Formen an. Anfang März können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren erstmals an einer von Kulturpaten begleiteten Veranstaltung teilnehmen.
Projektleiter Olaf Hovingh erklärt: „Bei mir haben sich 14 ehrenamtliche Paten gemeldet, die den Kindern gerne den Zugang zur Kultur erleichtern wollen.“ Dazu gehören demnach unter anderem Bürgermeister Walter Klumpp, der stellvertretende Kurgeschäftsführer Markus Spettel und Michael Neuenhagen, Marketingleiter von Bad Dürrheimer Mineralbrunnen.
Die Kulturlotsen sind eine Idee der Projektschmiede, die nun im März beginnen und drei Jahre laufen wird. Teilnehmen können Kinder, deren Eltern entweder nicht die finanziellen Mittel oder keinen Zugang zur Kultur haben. „Wir werden nach Fastnacht in den Schulen Broschüren dazu verteilen und das Projekt so bei den Kindern bekannt machen“, erklärt Hovingh. Das Programm mit sechs Veranstaltungen im März und April steht bereits.
„Beginnen werden wir im Bad Dürrheimer Heimatmuseum am 10. März. Dort wird gedruckt. Dann besuchen wir den Narrenschopf, besichtigen die Orgel in der evangelischen Kirche. Als nächstes stehen eine Fahrt nach Schwenningen in die Städtische Galerie und ein Ausflug in das Museum Biedermann nach Donaueschingen auf dem Programm“, zählt der Projektleiter auf.
Den Abschluss der ersten Veranstaltungen mache wieder ein Besuch im Bad Dürrheimer Heimatmuseum. Diesmal lernen die Kinder etwas über Salzsieden. Veranstaltungen sollen einmal in der Woche besucht werden. „Ich habe dabei an feste Tage wie Donnerstag oder Samstag gedacht“, sagt Hovingh. „Eine Regelmäßigkeit ist wichtig für Kinder, Eltern und Paten.“
Die Programm-Broschüren werden voraussichtlich dreimal jährlich an die Kinder verteilt. „Allerdings ist in den Schulferien auch bei uns Pause“, kündigt Olaf Hovingh an. Zunächst hatte der Projektleiter angedacht, dass die Kinder einen festen Kulturlotsen haben. „Ich denke aber, es ist auch ein Gruppenausflug möglich“, sagt der Projektleiter.
Die Paten bekommen jeweils den Eintritt erstattet und zudem ihre Fahrtkosten bezahlt. Das Geld stammt aus Mitteln der Stiftung Kinderland, die für die drei Projektjahre 48 000 Euro zur Verfügung stellt. 30 000 Euro sind davon allein für Eintrittsgelder und Fahrtkosten eingeplant, 18 000 Euro für Honorarkosten.
Obwohl Projektleiter Hovingh zufrieden mit der Resonanz ist, sucht er noch weitere Begleiter. „Pate werden können all diejenigen, die sich selbst für Kultur begeistern und sich ehrenamtlich engagieren möchten“, sagt er.
