Bad Dürrheim Informationen aus Afrika aus erster Hand

Rund 40 Mitglieder und Gäste tauschen sich über die Arbeit des Uganda-Freundeskreises aus.

Das Jahrestreffen des Uganda-Freundeskreises in Unterbaldingen ist jedes Mal von einer riesigen Menge an Informationen geprägt. So war am vergangenen Wochenende erstmals Missionar und Schulleiter Konrad Tremmel zu Gast beim Uganda-Freundeskreis. Fast 40 Mitglieder, Paten und Gäste waren gekommen, um sich über die Vereinsarbeit informieren zu lassen. Der Unterbaldinger Verein unterstützt die Arbeit Tremmels seit mehreren Jahren finanziell. Konrad Tremmel leitet das Daniel-Comboni-Vocational-Institute, eine berufliche Schule mit angegliedertem Produktionsbereich nahe Gulu in Norduganda. Eindrucksvoll schilderte Tremmel die Bedeutung der Schule. Während des 20-jährigen Bürgerkriegs in Norduganda waren Schule und benachbarte Missionsstation von den Rebellen okkupiert. „Eigentlich ist die ganze Gesellschaft traumatisiert“, führte Tremmel aus. So leide ein großer Anteil der zwangsrekrutierten ehemaligen Kindersoldaten immer noch unter der Ablehnung ihrer Dörfer und Familien. Das Land selbst leide fast unverändert unter den Nachwirkungen des Bürgerkrieges.

Umso wichtiger sei für diese Jugendlichen eine Ausbildung als fundierte Grundlage für ein späteres Einkommen. An seiner Schule würden 350 junge Menschen in verschiedenen Berufen ausgebildet, informierte Tremmel weiter. Er versuche, eine duale Ausbildung anzubieten. Sein Programm komme bei Schülern und künftigen Arbeitgebern sehr gut an. Zusätzlich sei seit zwei Jahren seine Schule auch auf dem Gebiet der Anlernberufe tätig. Dies habe den Hintergrund, dass Teenager-Mütter in Uganda kaum Chancen hätten, einen Beruf zu erlernen.

Aus Geldmangel gebe es viele Schulabbrecher. Ein sechsmonatiges Programm bildet beispielsweise Friseurinnen oder Strickerinnen aus. Sie würden weiter betreut und viele Existenzgründungen können sich am Markt behaupten. Obwohl dieses Programm aus Großbritannien zum Jahresende ausläuft, wolle er es fortführen, erklärte Tremmel. Die überreichte Spende des Uganda-Freundeskreises hilft dabei.

Überdies freute sich Konrad Tremmel über ein ganz besonderes Geschenk: Ein wunderschönes Schaffell der Hüfinger Schäferei Frank wird ihm künftig die Kälte der Nacht lindern. Einen weiteren Teil des Treffens nahm der Reisebericht vom diesjährigen Besuch von Birgit Schwarzmeier und Silvia Kastler ein. In regelmäßigen Abständen überzeugen sich die Vereinsmitglieder davon, ob und wie ihre Spenden in Uganda ankommen. Den Tag beschloss die Mitgliederversammlung. Nach wie vor ruft der Verein der Ugandafreunde zu Spenden auf. Diese werden für Patenschaften verwendet, wodurch es ugandischen Kindern ermöglicht wird, die Schule zu besuchen oder zu studieren.

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