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Bad Dürrheim Großer Tag für die Luisenklinik

In Bad Dürrheim steht Gesundheit weiter ganz im Mittelpunkt: Mit dem nun eröffneten Erweiterungsbau „Bettina-Falk-Haus“ will sich die Luisenklinik neuen Raum schaffen und das Traditionshaus fit für die Zukunft machen. Der Anbau bietet auch Bad Dürrheimer Familien die Möglichkeit, ihre Kleinkinder betreuen zu lassen.

Freude über den Anbau (von links): Vorstandsvorsitzender Sven Wahl, Landtagsabgeordneter Karl Rombach, Hubert Seiter, Norbert Grulke (ärztlicher Direktor) und Frank Müller, Leiter der Realschule Bad Dürrheim.
Freude über den Anbau (von links): Vorstandsvorsitzender Sven Wahl, Landtagsabgeordneter Karl Rombach, Hubert Seiter, Norbert Grulke (ärztlicher Direktor) und Frank Müller, Leiter der Realschule Bad Dürrheim. | Bild: Lhi

Bad Dürrheim – Bei der Einweihungsfeier fand der Direktor der Deutschen Rentenversicherung in Baden-Württemberg, Hubert Seiter, klare Worte zugunsten von Rehamaßnahmen. „Wir erleben schwierige Zeiten, daher gibt es auch einen steigenden Bedarf an Rehabilitationsmaßnahmen.“

Es müsse auch mit 67 Jahren noch Spaß machen, zu arbeiten, anstatt schon mit 56 oder 58 Jahren in den Vorruhestand zu gehen. Zirka drei Prozent der Arbeitnehmer in Baden-Württemberg würden an einer Reha-Maßnahme teilnehmen, dies würde in etwa 400 Millionen Euro kosten. Allerdings seien dies wichtige Maßnahmen für die Gesundheit.

Über einen Anbau hatte man in der Luisenklinik schon seit 2007 nachgedacht. Bereits dem verstobenen Professor Rolf Wahl schwebte ein Erweiterungsbau vor. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wir haben ein wahres Schmuckkästchen hier“, sagte Sven Wahl, Vorstandsvorsitzender der Luisenklinik AG. Es ginge der Luisenklinik um eine Verbesserung der Strukturqalität für die Patienten, ein Einzelzimmer für jeden Patienten sei in diesem Gebäude Standard. Aber auch neue und helle Gruppenräume habe man geschaffen, sowie eine Kinderkrippe für die Kinder der Patienten, des Personals und in begrenztem Umfang auch für die Bad Dürrheimer Kinder. „Die Raumnot für unsere Mitarbeiter hat ein Ende, wir haben sogar eine Tiefgarage unter diesem Gebäude, um der andauernden Parkplatznot zu entgehen“, führte er aus.

Bürgermeister Walter Klumpp bezeichnete diesen Tag als einen sehr guten für die Luisenklinik, die es ja nun seit bald 100 Jahren gäbe. „Das Bekenntnis zum Standort Bad Dürrheim freut mich sehr“, so Klumpp weiter, „denn Tradition braucht auch Innovation und die Luisenklinik ist hier Vorreiter“. Der Landtagsabgeordnete Karl Rombach meinte schmunzelnd, dass es sich schon allein für die Gesangsstücke des Vokalensembles der Luisenklinik gelohnt habe, hierher zu kommen. „Insbesondere haben Sie auch lokale Unternehmen mit diesem Bau betreut – vielen Dank dafür!“

Es sei durchaus nicht selbstverständlich, dass in einer so schweren Zeit Investitionen getätigt würden, so Rombach weiter. Auch Landrat Karl Heim bezeichnete das neue Bettenhaus als ein „gelungenes Werk“. „Das hat den „Gesundheitslandkreis Schwarzwald-Baar gestärkt“, sagte Heim.

Für schmunzelnde Gesichter sorgte am Ende Sven Wahl, der für seine Führungsfähigkeiten beim Bau des Gebäudes nachträglich ein Megaphon und eine rote Liege geschenkt bekam. „Wir haben bereits ein neues Projekt ins Auge gefasst: Den Bau einer Kinder- und Jugendklinik für zehn Patienten in Radolfzell am Bodensee“. Den musikalischen Rahmen schuf das Vokalensemble der Luisenklinik.

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