Bad Dürrheim Fachfirma soll Arbeit im Jugendhaus übernehmen
Symbolbild Bild: dpa
Begründet ist die Umstrukturierung dadurch, dass der Rat sich für die Erweiterung der Schulsozialarbeiter-Stelle von Astrid Gauggel auf eine Vollzeit-Stelle entschieden hat. Diese war bislang mit 60 Prozent ihrer Arbeit als Schulsozialarbeiterin tätig und mit 40 Prozent als Leiterin des Jugendhauses. Man habe zweierlei Gedanken diskutiert, sei dann aber zum Entschluss gekommen, einen externen Dienstleister anzufragen, sagte Bürgermeister Walter Klumpp. Möglich sei das Schwenninger Kifaz (Kinder- und Familienzentrum) oder die Tuttlinger diakonische Jugendhilfe „Mutpol“. Diese betreibt auch das Tuninger Jugendhaus. Die Stadt sieht in der Vergabe an ein externes Unternehmen den Vorteil, dass sie sich nicht etwa um Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen kümmern müsse. Es soll auch bei einer Fremdfirma immer dieselbe Person für die Betreuung der Jugendlichen da sein. Stadtjugendpfleger Markus Thoma würde diese Person anleiten, sagte Bürgermeister Klumpp. Thoma trage weiterhin die Gesamtverantwortung der Stadtjugendpflege mit den Bereichen Jugendarbeit, Jugendhaus und Schulsozialarbeit. Wann Gauggel ihre Arbeit als Vollzeit-Schulsozialarbeiterin annehmen wird, steht noch nicht fest. Die zusätzlich entstehenden jährlichen Personalkosten werden durch Landes-Fördermittel zu einem Drittel übernommen. Die Arbeit mit den Schülern der Realschule sowie der Werkrealschule habe enorm zugenommen, schilderte Astrid Gauggel eindrücklich in der Verwaltungsausschusssitzung.
Die Aufgabenzuordnung von Tätigkeiten des einstigen Umweltberaters Klaus-Peter Koch stand ebenso auf der Tagesordnung. In der Sitzung beschloss das Gremium, die Tätigkeiten der Umweltberatung für einen Erprobungszeitraum von zwei Jahren an den Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Donaueschingen zu übertragen.
Schnittstelle Bauamt Davon verspricht sich die Verwaltung Vorteile und effektives Arbeiten. Bei Themen wie der Suche nach Windkraftanlagen, bei Umweltverträglichkeitsprüfungen oder Klimaschutzkonzepten werde die interkommunale Zusammenarbeit immer wichtiger. Hierüber wird eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Verband geschlossen, teilt die Stadt mit. Für die teilweise Auslagerung der städtischen Umweltaufgaben wird ein Betrag von 25 000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Vor Ablauf des Erprobungszeitraums wird sich der Rat über die Erfahrungen dieser Kooperation unter Einbeziehung der Kosten informieren. Das Bauamt Bad Dürrheims fungiert als Schnittstelle und wird Teile der Aufgaben des bisherigen Umweltberaters, die nicht vom GVV abgedeckt werden können, übernehmen. Anfragen im Umwelt- und Naturschutzbereich werden hier gebündelt. Sofern möglich, werden diese beantwortet oder an die zuständigen Fachbehörden weitergeleitet. „Es wird niemand mit Umweltfragen allein gelassen“, versichert Walter Klumpp.
