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Bad Dürrheim Espan-Klinik wird modernisiert

09.04.2010


Die Fachklinik für Atemwegserkrankungen verspürt guten Zulauf und trägt dieser Tatsache mit Baumaßnahmen Rechnung

Bad Dürrheim (moe) Stillstand ist Rückschritt – diese alte Weisheit gilt im Gesundheitsbereich, wo sich ständig Krankheitsbilder verändern und die Forschung stets neue Behandlungsmöglichkeiten bietet, ganz besonders. Viele Kliniken in Bad Dürrheim haben daher in den letzten Jahren umgebaut, erweitert oder modernisiert. Und auch in der Espan-Klinik wird derzeit kräftig gewerkelt.

Von außen sieht man dem riesigen Gebäude in der Gartenstraße sein Alter – Baujahr 1976 – zwar an, dafür erstrahlen zwei von vier Stationen im Innern inzwischen in neuem Glanz. Klinikchef Heiko Biedehorn: „Wir sind schon das dritte Jahr hintereinander mit der Zimmersanierung beschäftigt.“

Dabei trägt man besonders der Tatsache Rechnung, dass das Krankheitsbild COPD – eine chronische Verengung der Atemwege, die tödlich enden kann – auf dem Vormarsch ist. Immer mehr Patienten suchen die Fachklinik wegen dieser Indikation auf. Anstatt riesige Sauerstoffflaschen für die Patienten auf die Zimmer zu schleppen, wird es in den Räumen künftig einen direkten Sauerstoffanschluss geben. „Das ist für die Mobilität unserer Patienten sehr gut, da sie kein extra Versorgungsgerät mehr benötigen“, sagt Biedehorn. COPD breite sich immer mehr aus und werde schon im Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache sein – umso wichtiger sei da die fachmännische Behandlung, ergänzt er.

Nicht nur die Zimmer wurden und werden in der Espan-Klinik auf den neuesten Stand gebracht. Auch die Therapieabteilung ist vor nicht allzu langer Zeit strukturell verändert worden. „Die Forschung hat herausgefunden, dass medizinische Trainingstherapie mindestens so effektiv ist wie medikamentöse Behandlung der Atemleiden“, sagt Biedehorn. Entsprechende Geräte, beispielsweise zum Muskelaufbau oder zur Diagnostik, sind daher in der Klinik inzwischen Standard.

Die Espan-Klinik wurde 1976 eröffnet und verfügt heute über 204 Betten. Inhaber des Hauses sind Anneliese und Lohre Benner. Seit 1994 ist Heiko Biedehorn Geschäftsführer. Der 51-Jährige war zuvor in der Industrie tätig.

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