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Bad Dürrheim Der Zunftball Bad Dürrheim – eine brillante Fastnachtsunterhaltung

Die Zunftgruppen der Narrenzunft Bad Dürrheim haben ein geniales Programm beim Zunftball 2016 abgeliefert. Es war für jeden Geschmack etwas dabei – und das Publikum war begeistert von den Darbietungen.

Urkomisch, abwechslungsreich und unterhaltsam. Mit diesen drei Attributen lässt sich der Zunftball der Narrenzunft auf den Punkt bringen. Es war ein grandioses Programm, das Seinesgleichen sucht. Auch Ministerpräsidenten-Gattin Gerlinde Kretschmann hatte sichtlich Spaß in der närrischen Siedepfanne. Im Anschluss an das Programm sagte sie dem SÜDKURIER: „Der Ball hat mir gut gefallen.“ Sie könne sich nicht festlegen, ob sie eher Fan der Tänze oder der Sketche sei. „Die Mischung hat es ausgemacht.“ Sie sei nicht närrisch, nur einmal bei einem Kinderball zusammen mit ihrem Sohn aufgetreten. „Aber es braucht ja auch Zuschauer“, sagte sie schmunzelnd.

Joachim Müller hielt seine erste Eröffnungsrede als Zunftmeister kurz. Und – nach dem Auftritt des Fanfarenzugs und dem historischen Teil mit Salzhanseltanz – hatten die Kleinen ihren großen Auftritt. Die kleine Tanzgruppe verbreitete zum Song „Happy“ gute Laune, wie sie fröhlich über die Bühne hüpften und mit Tret-Rollern darüber fetzten.

Mehrstündiges Feuerwehr brillianter Fastnachtsunterhaltung

Was im Anschluss folgte, könnte man als ein mehrstündiges Feuerwerk brillianter Fastnachtsunterhaltung bezeichnen. Die Hansel hatten sich eine Alternative zur Fasnet ausgedacht: Hanselmutter Andrea Dunne zog es in Betracht, zum Fanfarenzug zu gehen, weitere Hansel in den Skiurlaub, wieder andere zum Baden, mit dem Kater ins Bett zur Tanzgarde oder zu den Narros. Jeder hatte seine Choreografie, die wie Zahnräder ineinander griff. Es grenzte schiergar an ein Wunder, dass alles klappte. Nicht nur das Publikum war begeistert, die Aktricen hatten dabei auch merklich eine mords Gaudi. Ein weiterer Höhepunkt war unbestritten der Auftritt der Narros. Sie zeigten Tänze als Minidancer. Köstlich die Mimik und Bewegungen der Akteure mit ihren geliehenen Armen.

Und dann folgte ein Sketch, der den Zuschauern die Lachtränen in die Augen trieb. Die Indianer – bestehend aus Mitgliedern des Fanfarenzugs, der Hansel und Narros – sprachen mit spitzer Zunge und ließen Sticheleien en masse ab. Etwa: „Die Sieder sind Manitus Entschuldigung für die Urviecher“. Und die Squaws stellten ihren Einfluss auf ihre Männer unter Beweis. Und die Johlis wurden an den Marterpfahl gefesselt. Joachim Limberger als Indianer mit Ossi-Dialekt (zum Brüllen komisch) sagte: „Johlis, die singen, Hähne, die krähen, sollte man bei Bälde die Hälse zudrehen.“ Zum Abschluss tanzten alle den Superperforator aus dem Film Schuh des Manitu. Manch ein Ballbesucher musste sich den Bauch vor Lachen festhalten.

Was bei einem Zunftball auf keinen Fall fehlen darf, ist Bad Dürrheims älteste Boygroup, die Johlis. Die elfköpfige Gruppe widmete sich in ihren Liedern den lokalen Aufregern wie Uwe Winters Vorschlag, Hunde im Kurpark zuzulassen. Und natürlich spielten sie auch ihren Klassiker „Ballaballa“, wo das Publikum begeistert mitsang und klatschte.

Die Sunthauser Tanz-Mädels Re-United hüpften akrobatisch über die Bühne und die Zunftshaker zeigten mit ihren flotten Glanz-Outfits, was sie drauf haben. Die Sieder gab es in Miniaturformat. Siederwieb- und Sieder-Puppen waren als Art Marionette an den Beinen der Sieder befestigt und tanzten. Zum Abschluss gab's Power im Doppelpack: Die Zunftdancer strotzten zu „Captain Jack“ nur so vor Ausdauer. Nach dem Finale rockte die Urviecher Guggämusig die Siedepfanne.

Der Zunftball 2016 wird ganz bestimmt als einer der Besten in die Geschichte eingehen.

Akteure und Helfer beim Zunftball

Eröffnung: Fanfarenzug unter Leitung von Lucian Götz und Dirk Daniel
Kleine Tanzgruppe: Einstudierung Stefanie und Annika Martin
Hansel: Gemeinschaftsproduktion
Narros: Gemeinschaftsproduktion
Mittlere Tanzgruppe „Zunftshaker“: Einstudierung Miriam Rauch
Indianer: Gruppenübergreifende Gemeinschaftsproduktion unter Leitung von Jörg Limberger
Tanzgruppe Re-United Sunthausen: Gemeinschaftsproduktion unter der Leitung von Nadine Wölfe
Johli: Gemeinschaftsproduktion
Sieder: Gemeinschaftsproduktion unter der Leitung von Petra Böhnisch
Große Tanzgruppe „Zunftdancer“: Einstudierung Annika Martin und Selina Nenning
Ansage: Zunftwieber als eine Gemeinschaftsproduktion unter der Leitung von Josi Bender
Blasorchester: Unter der Leitung von Dietmar Wehrle
Bühnenbilder und Kulissen: Jürgen Rebholz und Andrea Graf
Bühnenmannschaft: Karsten Moschko, Axel Buchner, Werner Rottler, Sven Böhnisch, Edgar Lieb, Marcus Voßeler und Stefan Mäder
Leuchtkanonen: Daniel Mäder und Leon Buchner
Technik: Gerd Feiss
Maske: Regine Mäder, Cornelia Nagel und Miriam Goetz
Regie: Lucian und Xenia Götz
Gesamtleitung: Klaus Götz

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