Plötzlich ging nichts mehr: kein Radio, kein Telefon, kein Wasserkocher, kein Licht. Ein Stromausfall hat gestern Morgen zwischen 9.45 und 10.30 Uhr 250 Haushalte der Kurstadt lahmgelegt. Grund sei der Defekt eines Schalters in einer Trafostation am Kurpark, teilte Ingrid Mardo, Pressesprecherin des Energiedienstes, auf Nachfrage des SÜDKURIER mit. Dadurch sei es zur Stromunterbrechung bei einem Drittel des Ortsnetzes gekommen. „Die Stromversorgung wurde von einem anderen Trafo übernommen, bis der defekte Schalter ausgetauscht ist.“ Allerdings werde der Energiedienst die Gelegenheit nutzen, das nun stillgelegte Trafohäuschen allgemein zu überprüfen. „Die Stromversorgung ist ja weiterhin gewährleistet“, sagte die Pressesprecherin.
Ilse Porger wohnt in der Bad Dürrheimer Sonnenstraße. Sie erzählt: „Ich wollte gegen zehn Uhr Kaffee kochen, doch nichts ging. In dem Moment kam mein Mann und meinte, sein Rasierer funktioniere auch nicht mehr.“ Bei Ursachensuche schaute Ilse Porger auch zum Fenster hinaus. Dabei bemerkte sie, dass die Kräne auf der Baustelle in der Nachbarschaft stillstehen. Daher dachte das Ehepaar Porger zunächst, dort liege die Ursache des Stromausfalls. „Wir dachten, dort sei es zu Beschädigungen der Stromleitung gekommen.“ Doch nach einer dreiviertel Stunde funktionierten wieder Kühlschrank, Wasserkocher und Licht. Zu spüren war der Stromausfall für einen kurzen Moment auch in der übrigen Kernstadt. In einigen Häusern zitterte gegen 9.45 Uhr kurz das Licht. Wie die Pressesprecherin des Energiedienstes erklärte, komme es bei einem Zwischenfall wie gestern Morgen im gesamten Netz zu Überspannungen. „Das System schaltet dann automatisch um und es kommt zum kurzen Ausfall.“
