Bad Dürrheim Alle Beteiligten ziehen positives Fastnachts-Resümee
Die Zunftwieber der Narrenzunft beim Fasnet-Mendig-Umzug durch die Kurstadt. Bild: Kurz
Ein „erstaunliches Fazit“ zieht der Leiter des Polizeipostens Bad Dürrheim, Kai Stele: „Wir hatten kein einziges polizeiliches Vorkommnis bei der Fasnet in diesem Jahr.“ Es sei stets ruhig gewesen. „Uns wurden keine betrunkenen Jugendlichen gemeldet, auch keinerlei sonstige Ausschreitungen.“ Möglicherweise liege das auch an den Türstehern, die Streithähne nicht in die Lokalitäten gelassen hätten. „Den Fasnet-Mendig-Umzug haben wir mit sechs Beamten begleitet, bei den Umzügen in den Ortschaften waren jeweils zwei Polizisten im Einsatz“, erklärt Stele. Die Polizei schätzt, dass rund 12 000 Besucher die Straßen beim großen Umzug säumten, das sind etwa 3000 weniger als 2011.
Auch der Zunftmeister der Narrenzunft Bad Dürrheim, Kurt Lupold, sagt, es sei eine schöne Fasnet gewesen: „Wir sind absolut zufrieden. Das Wetter hat prima mitgespielt, der Zunftball mit der Ernennung Karl Heims zum Ehrennarren war toll, ebenso wie der Umzug am Montag – alles hat rundum gepasst.“ Einen Wehrmutstropfen hat der Zunftmeister dennoch zu beklagen: „Die Kosten des Umzugs werden immer höher.“ Seit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg müssten strengere Auflagen eingehalten werden und das steigere die Ausgaben um 20 Prozent.
Das Ober-Urviech, Matthias Nann, freut sich über eine friedliche und schöne Fasnetzeit. „Allerdings hätten wir und bei unseren Veranstaltungen über mehr Besucher gefreut“, sagt er im Gespräch. „Der Umzug am Montag war ein tolles Heimspiel und es ist super, wenn die Leute uns mit unserem Narrenruf begrüßen.“ In guter Erinnerung bleibt die Fastnachtszeit 2012 bei den Schabelhexen. Pressehexe Markus Horn resümiert sie mit dem Wort „wunderbar“. „Wir würden uns freuen, würde die Strohhexe beim Fasnetsverbrennen künftig eines unserer orangefarbenen Kopftücher tragen“, sagt Horn. Das rot-weiße Tuch, das die diesjährige Hexe trug, würde mit dem Offenburger identifiziert werden.
Zwei Lastwagen-Anhänger-Ladungen voller Stroh und Konfetti hat die Mannschaft des Bauhofs nach dem Fasnet-Mentig-Umzug abtransportiert. Das sei etwa die gleiche Menge wie im vergangenen Jahr, sagt Bauhofleiter Michael Liedtke. Besser geworden sei die Verunreinigung durch Scherben. „Das war im vergangenen Jahr deutlich schlimmer.“ Michael Liedtke und seine Mitarbeiter haben einen halben Tag benötigt, um die „Hinterlassenschaften“ des Umzugs zu beseitigen. „Wenn es jetzt milder wird und der Schnee schmilzt, werden wir die noch vorhandenen Reste wegschaffen.“
