Es war den Bürgern freigestellt, innerhalb der sechswöchigen Frist ihre Einwendungen entweder beim Regierungspräsidium oder bei der Stadt Bad Dürrheim schriftlich abzugeben. Einige seien noch per Post unterwegs nach Freiburg, durch den Feiertag und den Brückentag am Freitag habe sich zudem der interne Postlauf verzögert, sagte Müller-Bremberger gegenüber dieser Zeitung.
Egal auf welchem Weg: Entscheidend sei letztlich der Poststempel des 5. Juni, dem letzten Tag der Einwendungsfrist. An diesem Vormittag in der vergangenen Woche zählte das Regierungspräsidium noch etwa 170 Einwendungen. Um alle im Verfahren berücksichtigen zu können, wartete man ab, daher wurde jetzt erst die möglicherweise endgültige Zahl bekannt. Zu den 360 Einwendungen kommt noch eine Sammeleinwendung hinzu, auf der 130 Bürger ihre Bedenken durch ihre Unterschrift zum Ausdruck bringen.
Diese sei von den Eigentümern des Feriendorfes, sagte Rainer Stolz, Mitbegründer der Bürgerinitiative und Geschäftsführer des Feriendorfes. Neben Einsprüchen aus der Bevölkerung, gingen auch Stellungnahmen angehörter Träger öffentlicher Belange, also Fachbehörden wie etwa des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis, ein, teilt das Regierungspräsidium mit.
Inhaltlich befassen sich die Einwände vor allem mit der Gülleausbreitung und damit einhergehenden Geruchsbelästigungen, befürchteten Beeinträchtigungen des Grund- und Heilwassers, dem Eindringen von Schadstoffen in den Boden sowie mit befürchteten Nachteilen für den Tourismus- und Kurbetrieb. Die Einsprüche stammen zum Großteil aus Bad Dürrheim.
Zwar bestünde keine direkte Vergleichsmöglichkeit, diese Anzahl sei für ein immissionsschutzrechtliches Verfahren „ein ganz schönes Bündel“, sagte Joachim Müller-Bremberger. Erfreut über die hohe Beteiligung zeigte sich Rainer Stolz von der BI. „Schön, dass die Bürger sich so rege beteiligen“, sagte er. Aber die Zahlen seien nicht entscheidend, sondern der Inhalt. Er hofft, dass sich viele Einwendungen direkt auf den Bauantrag beziehen.