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25.05.2012  |  0 Kommentare

Die Gefahr lauert in der App

 -  Sie übertragen unverschlüsselt persönliche Daten und spähen ungefragt Adressbücher aus: Etliche beliebte Smartphone-Apps haben laut Stiftung Warentest teils gravierende Datenschutz- und Sicherheitslücken. Bei einer Analyse von 63 verbreiteten Hilfsprogrammen waren neun als „sehr kritisch“ und 28 als „kritisch“ eingestuft worden.

Anwendungen bergen ein Risiko.  Bild: Fotolia



Nur 26 Apps – weniger als die Hälfte der getesteten – erwiesen sich laut „test“ in Sachen Privatsphäre als „unkritisch“. „Viele Apps sammeln ohne das Wissen ihrer Benutzer Informationen, teilweise sogar sehr persönlicher Art“, sagt der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix. Benutzer sollten abwägen, ob der Nutzen der kleinen Helfer dies rechtfertige. „Sehr kritische Apps haben auf dem Smartphone nichts verloren.“ Als „sehr kritisch“ bewerteten die Tester unter anderem eine App zur Suche nach günstigen Tankstellen sowie zwei Navigationsprogramme. Laut Stiftung Warentest senden diese Apps Benutzernamen und Passwörter unverschlüsselt an Internetserver, womit sie in einem ungesicherten öffentlichen WLAN-Netzwerk leicht von Dritten abgefangen und mitgelesen werden könnten. Sollten Nutzer so unvorsichtig sein, die gleichen Zugangsdaten auch für ihr Online-Banking-Konto oder E-Mail-Postfach zu verwenden, ist deren Sicherheit dadurch bedroht.

Andere Apps spionieren dem Test zufolge die Adressbücher der Nutzer aus und übertragen E-Mail-Adressen nicht anonymisiert über das Internet. In vielen Fällen erfassen die Anwendungen offenbar auch Benutzerstatistiken, Daten zu Mobilfunkanbietern oder Geräte positionen und schicken diese weiter an den eigenen Anbieter oder professionelle Datensammelfirmen, die mit solchen Angaben Nutzerprofile und Werbung verfeinern.

Als „kritisches“ Beispiel nannten die Tester eine Metronom-Anwendung, die beim Musizieren den Takt angibt und zugleich die Smartphone-Daten an eine US-Firma sendet. Unter den 26 harmlosen Apps befanden sich das Reiseplanungs-Programm der Deutschen Bahn, mehrere bekannte Navigationshelfer für Auto und Reise, Apps für die Hotelsuche, Anwendungen öffentlich-rechtlicher Sender wie ARD und ZDF sowie die Angebote renommierter Institutionen und Unternehmen wie dem Deutschen Bundestag, Youtube, Ebay und Wikipedia. (AFP)

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