Jogi Löw hinter dem ukrainischen Balljungen während des Spiels gegen Holland. Gleich wird er dem verdutzten Jungen den Ball aus dem Arm spitzeln
Löws Spaß mit ukrainischem Balljungen beim Spiel gegen Holland wird zum Internet-Hit
Das hatte es auch noch nicht gegeben in 80 Länderspielen unter Joachim Löw. Kapitän Philipp Lahm und Co.
kämpften sich auf dem Rasen des Metalist-Stadions von Charkow gerade in die Partie gegen den Erzrivalen, da fand der Bundestrainer Zeit für ein Späßchen mit einem Balljungen. „War das nicht vor dem Spiel?“, sagte Löw später im Interview mit ZDF-Moderator Michael Steinbrecher und lächelte.
Nein, nicht vor dem Spiel, sondern beim Stand von 0:0.
In der 22.
Minute schlenderte Löw - wie immer ständig zwischen seinem Bankplatz und der Außenlinie unterwegs - auf einen Balljungen zu. Mit der Hand spitzelte der Bundestrainer dem verdutzten ukrainischen Jungen den Ball aus dem Arm. Grinsend entschuldigte sich Löw mit einem Klaps auf die Schulter, kickte den Ball per Hacke zurück und widmete sich wieder dem Geschehen auf dem Platz.
Im Internet ist der kurze Clip der Szene mittlerweile zum Hit geworden, wird fleißig im sozialen Netzwerk Facebook geteilt und auf der Internet-Plattform "Youtube" angeklickt. Löws Aktion wird dabei fast durchweg positiv kommentiert. Von "beste Aktion gestern" über "einfach cool" bis hin zu "Jogi, du lässiger Hund" reichen die Bewertungen der User. Der meist wiederholte Kommentar lautet allerdings schlicht und ergreifend: "Jogi 1 - Balljunge 0".
Nachtrag, Donnerstagabend: Tatsächlich hatte der Bundestrainer Recht. Wie die Uefa, die das TV-Signal für alle Sender erstellt, jetzt dem "Stern" bestätigte, ereignete sich die Szene mit dem Balljungen vor dem Spiel. Die aufgezeichneten Aufnahmen wurden aber erst in der 22. Minute der Live-Übertragung hineingeschnitten. Das verwirrte nicht nur Millionen Zuschauer, sondern auch den übertragenden Sender ZDF. Moderator Michael Steinbrecher sprach Joachim Löw nach dem Spiel auf die Szene an - und versicherte ihm "Da stand es 0:0". Eine Sprecherin des ZDF sagte dem "Stern": "Die Bilder kommen von einer Produktionsfirma, die im Auftrag der Uefa arbeitet. Wir haben da keinen Einfluss."