Das Kleinflugzeug war am Freitag bei Bregenz in Österreich rund 1500 Meter vom Ufer entfernt in den See gestürzt. Vermutlich sind bei dem Flugzeugabsturz zwei Menschen ums Leben gekommen.
Seit Freitag sucht die Polizei mit Spezialgerät und Tauchern nach den zwei Opfern.Nachts hatten die Einsatzkräfte die Suche jeweils unterbrochen. Tagsüber suchten sie unter anderem mit einem Sonargerät der Deutschen Wasserschutzpolizei Lindau und einem Unterwasserroboter mit Kamera weiter.
Zunächst fanden die Helfer kleine Einzelteile des Flugzeugs - doch die beiden Menschen und der Flugzeugrumpf bleiben verschollen.
„Der Einsatz gestaltet sich insofern schwierig, als dass sich die Absturzstelle im Bereich der Mündung der Bregenzer Ache befindet und sich dort viele Gegenstände wie Baumstämme Unterwasser befinden, die vom Sonar wahrgenommen werden“, teilte die Polizei mit. „Zusätzlich kommen die große Tiefe von circa 50 Metern und die schlechte Sicht hinzu, die auch für die Taucher problematisch sind.“
Polizeiboote aus Bregenz, Lindau und Überlingen waren im Einsatz, ein Hubschrauber, die Wasserrettung, Feuerwehrleute und Polizisten. Ein Flugunfallexperte des Verkehrsministeriums aus Wien hilft bei den Ermittlungen zur Unfallursache. Das Geschehen werde in alle Richtungen untersucht, so die Polizei. Wenn die Absturzstelle ausgemacht ist, soll an der Stelle eine spezielle Wasserarbeitsplattform genutzt werden.
Die Identität des Piloten ist unterdessen geklärt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei dem Piloten um einen 55 Jahre alten Mann aus dem österreichischen Bludenz in Vorarlberg. In ersten Meldungen hatte die Polizei das Alter mit 51 Jahren angeben.
Zu dem Passagier könne man bisher ebenfalls keine genauen Angaben machen, es handele sich möglicherweise um einen 20- bis 30-jährigen Mann mit längeren Haaren. Das LKA bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung unter
0043 59133 3333.
Das zweisitzige Ultraleichtflugzeug war am Nachmittag vom Flugplatz Hohenems aus zu einem Rundflug über den Bodensee gestartet, wie der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner nach Informationen von
Vorarlberg Online sagte. Etwa zehn Minuten später sei das Flugzeug rund 1000 Meter vom Bregenzer Ufer entfernt in den See gestürzt. Über mögliche Ursachen kann bislang nur spekuliert werden. Der Pilot hatte keinen Notruf mehr abgesetzt, galt aber als erfahren.
Wie das Nachrichtenportal bild.de berichtet, spreche mittlerweile vieles für einen technischen Fehler.
„Ein Pilotenfehler ist unwahrscheinlich. Das Wetter war gut, der Pilot hatte genügend Höhe”, zitiert bild.de den Schweizer Luft- und Raumfahrttechniker Markus Hofer. Dementsprechend berichtet eine Augenzeugin, dass das Flugzeug bereits vor dem Absturz merkliche Probleme in der Luft hatte. Es habe eigenartige Bewegungen gemacht und der Motor habe komische Geräusche von sich gegeben, so die Zeugin des tragischen Unglücks am Samstag gegenüber VOL.AT. Hinsichtlich des Unfallhergangs gebe es widersprüchliche Zeugenaussagen. Bis zu einem endgültigen Ergebnis werde es noch einige Zeit dauern.