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Schweiz Restaurant bietet "Katzenrücken" als Spezialität - Shitstorm im Netz

Das Restaurant "La Table Suisse" präsentiert sich auf seiner Facebook-Seite wie auch auf seiner Homepage normal und bürgerlich. Außer, dass es Hunde und Katzen auf der Menu-Karte hat. Tierschützer laufen Sturm, auch wenn nicht ganz klar ist, ob das überhaupt notwendig ist.

Es sei eine Tradition Katzen zu kochen. So sagt es der angebliche Chefkoch "Moritz" in einem Werbevideo seines Restaurants "Table de Suisse", welches derzeit die Gemüter in der Schweiz und weit über die Grenzen der Alpenrepublik hinaus erhitzt. Darin zu sehen ist der Chefkoch, der über seine Leidenschaft und über die Vorzüge von "Büssirücke", also Katzenrücken, erzählt. Inspiriert hätte ihn dazu seine Großmutter.
 

In der Schweiz ist es legal, Katzen zu verspeisen, solange sie einem selbst gehört und dies kommerziell genutzt wird. So steht auch auf der Restaurantwebsite: "Da das Gesetz den Verkauf von Katzen- und Hundefleisch verbietet, ist es zwingend notwendig, dass jeder Hund und jede Katze vor der Schlachtung von dem Gast adoptiert wird, der dieses Tier im Rahmen seines Aufenthaltes in unserem Restaurant verspeisen wird. La Table Suisse fungiert hierbei ausschließlich als Vermittler zwischen dem Bauern als Anbieter und dem Gast als Käufer des Tieres."
Hängt dort an der Wand eine gehäutete Katze, oder ist es ein Hase? Diese Frage treibt derzeit unzählige Nutzer in den sozialen Netzwerken um.
Hängt dort an der Wand eine gehäutete Katze, oder ist es ein Hase? Diese Frage treibt derzeit unzählige Nutzer in den sozialen Netzwerken um. | Bild: Screenshot Facebook

Aber nicht nur der "Büsirücke", auch die anderen Punkte auf der Speisekarte dürften Tierschützer und Tierfreunden kalte Schauer über den Rücken jagen: So bietet das Restaurant unter anderem auch "Mostbröckli vom Hund" und "geschmorten Katzenbraten" an.

Heftige Reaktionen in den sozialen Medien

Kein Wunder, dass solch eine Speisekarte wütende Reaktionen heraufbeschwört. So schrieb eine Nutzerin unter einen Beitrag des Restaurants: "Katzen und Hunde sind seit eh und je bekannt dafür, dass es Haustiere sind und Begleiter des Menschen, zumindest in UNSERER Kultur der Schweiz. Ekelhaft." Auf der Facebookseite des Restraurants hagelte es ein-Sterne-Bewertungen und sogar Morddrohungen gegen den Betreiber findet man immer wieder. Das Team des Restaurants reagierte, ebenfalls auf Facebook, mit diesem Post:
 
 

Liebe Kritiker und Freunde unseres Restaurants,wir müssen zugeben, dass wir mit der aktuellen Situation ziemlich ü...

Posted by La Table Suisse on Donnerstag, 11. Februar 2016


Auch darunter finden sich unzählige wütende Kommentare. Aber auch einige, die einen Fake wittern wollen.

Virale Marketing-Kampange?

Reservierungen nimmt das Restaurant nicht mehr entgegen. Versucht man Kontakt aufzunehmen, bekommt man als Antwort eine automatische E-Mail. Darin wird man vertröstet, dass man derzeit "sehr vielen Anfragen" habe und sich deswegen "schnellstmöglich" zu melden. Unterzeichnet ist die Mail von Moritz Brunner, dem angeblichen Katzenkoch aus dem Video. Untersucht man jedoch den Mail Header, findet man etwas Interessantes: Einen Verweis auf eine deutsche Werbefimra mit Sitz in Berlin. Diese war leider nicht für ein Statement zu erreichen, wie die Schweizer Tageszeitung "20 Minuten" jedoch berichtet, wolle die Firma einfach "die Katze noch nicht aus dem Sack lassen".

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