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Zürich Pflege-Skandal: Demenz-Kranke nackt gefilmt

25.02.2009
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Offenbar aus Spaß haben drei Pflegerinnen im Züricher Pflegenzentrum Entlisberg Handyvideos von nackten dementen Frauen gedreht. Gegen die mutmaßlichen Täterinnen wird ermittelt.

Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstag vier Mitarbeiter des Pflegezentrums Entlisberg in Zürich vorläufig festgenommen und mittlerweile wieder freigelassen. Drei der Pflegerinnen sollen verbotene Videoaufnahmen von betagten nackten Bewohnerinnen gemacht haben. Gegen eine weitere Pflegerin und einen Pfleger wird wegen Diebstahls und Körperverletzung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Zürich mit. Die mutmaßlichen Opfer sind alle in der Demenz-Abteilung des größten Züricher Pflegeheims untergebracht.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafverfahren gegen die fünf Mitarbeiter des Pflegezentrums eingeleitet. Als Motiv für die Handyaufnahmen nennt Staatsanwaltschaft Alexander Knaus laut Tagesanzeiger "Jux und gegenseitige Belustigung". Hinweise, dass sie die Aufnahmen ins Internet gestellt haben, gebe es nicht. Die drei Frauen haben teilweise Geständnisse abgelegt. Die Ermittlungen waren durch die Anzeige eines Angehörigen ins Rollen gekommen.

Schweizer Senioren- und Pflegeverbände haben die Vorfälle scharf verurteilt. Sie sprachen von einem „abscheulichen Umgang“ mit demenzkranken Menschen. Zugleich verwiesen sie auf den Spardruck im Gesundheitswesen, der zur Einstellung von immer mehr unqualifiziertem Personal führe.

Folgendes spielt sich laut blick.ch in einem der Handy-Filme ab, Opfer sei eine 88-jährige Demenzkranke:

"Zuerst ist nur eine lachende Frauenstimme zu vernehmen: 'So, herzlich willkommen an der Paradiesstrasse.' Acht Sekunden sieht man nur schwarz, dann kommt ein Zimmer ins Bild.

Eine alte Frau liegt nackt am Boden neben dem Bett. Rechts von ihr steht eine Pflegerin.

Die Stimme fährt fort: 'Im Hotel, im 5-Sterne-Hotel. So sehen unsere Gäste aus. Wie sie Tag für Tag …' Sie beendet den Satz nicht, sondern beginnt zu kichern. Die Kamera schwenkt auf die nackte alte Frau am Boden. Sie versucht sich mit einem Tuch, das ­neben ihr liegt, zuzudecken. Die Frau mit der Kamera: 'Sie fühlen sich sehr wohl, wie Sie ­sehen …'

'Dass sie ihren A … versch …hi, hi, hi. Schauen Sie da. Und ihre Einlagen … sind noch schlimmer. Und das ist Madame Anna' (Kamera schwenkt voll auf das Gesicht der wehrlos am Boden liegenden Frau). 'Anna, sag mal etwas.'

'Abfahre!'

Die Frau am Boden sagt mit schwacher Stimme: 'Abfahre, abfahre …' Dann schwenkt die Handy-­Kamera zur Pflege-Kollegin im schwarz-weißen T-Shirt. 'Und das ist Schwester G.' Diese hält sich vor Lachen eine Hand vors ­Gesicht. Die Frau mit der Handy-Kamera sagt: 'Sie wird Freude haben, ihren A.... Sie hat in die Hosen gemacht. Das heißt, ich muss Anni parat machen.'

Zu sehen ist, wie Schwester G. der alten Frau das Tuch wegzieht.

Stimme: 'Adieu mitenand, bis später …'

(jan)
Kanton Zürich
Hat man sicher
Von unbekannt
Ihnen bei der Ausbildung beigebracht und so ganz schlecht können sie ja nun nicht sein.
es ist unglaublich
Von unbekannt
die Pflegerinnen haben das Ganze als ein großes Spiel wahrgenommen, was hat nan denen eigentlich ...
Schrecklich
Mir fehlen die Worte.Das ist so Menschenunwürdig.
Pfui...Wie kann man nur?!
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