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Kanton Thurgau Ursula Steinhauser übernimmt das Ruder im Seemuseum

Die 30-Jährige übernimmt das Amt von Walo Abegglen. Mit ihr sollen die Besucherzahlen des Museums weiter steigen.

110 Bewerber wollten Leiter des malerisch gelegenen Seemuseums werden. „Wir sind fast erschlagen worden von der Resonanz“, wundert sich Jürg Schlatter immer noch. Entschieden hat sich der Stiftungsrat, dessen Präsident Schlatter ist, für Ursula Steinhauser. „Sie hat herausgeragt.“ Die junge Frau löst damit Walo Abegglen ab. Dem bestätigte Schlatter in den vergangenen drei Jahren erfolgreiche Aufbauarbeit geleistet zu haben. In dieser Zeit stieg die Zahl der Besucher von 5000 auf 7000. Schlatter hofft, dass mittelfristig jedes Jahr 10 000 Menschen in das Museum kommen.

Die Entscheidung für die 30-Jährige erscheint folgerichtig. Viele der Besucher sind Jungen und Mädchen, die mit ihren Schulklassen in das Museum im Kreuzlinger Seeburgpark kommen. In der Arbeit mit jungen Menschen liegt auch der bisherige Schwerpunkt von Steinhausers Arbeit. Sie hat sehr viel Erfahrung in der Museumspädagogik gesammelt. Für diesen Bereich war sie bislang im Zuger Museum für Urgeschichte(n) tätig.

Steinhauser ist künftig für das laut Eigenwerbung einzige Schifffahrts- und Fischereimuseum in der Ostschweiz und in Südwestdeutschland verantwortlich. Außerdem gibt es immer wieder Sonderausstellungen. Momentan können die Besucher alles über Fledermäuse erfahren. Ab Samstag, 24. Oktober, geht es dann mit dem Hai um einen Fisch, der allerdings eher nicht im Bodensee vorkommt.

Trotz ihres jungen Alters bringt Steinhauser schon reichlich Erfahrung mit. Sie habe schon seit zehn Jahren in Museen gearbeitet. Als sie dafür erstaunte Blicke erntet, erklärt die neue Leiterin, dass sie auch schon während ihres Studiums in Museen tätig gewesen sein. Sie hat einen Abschluss in Archäologie und Geschichte. Nach der Schule hat sie kurz überlegt, ein Studium zu absolvieren, mit dem sich viel Geld verdienen lässt. Steinhauser hat sich dann aber doch anders entschieden. „Ich habe mich schon immer sehr für Geschichte interessiert und ich habe die Naturwissenschaften geliebt“, erinnert sie sich. Für Steinhauser, so muss man das wohl nennen, war die neue Stelle eine Herzensentscheidung, für die sie sogar finanzielle Einbußen in Kauf nahm, als sie die 70-Prozent-Stelle annahm. Sie mag es, dass das Museum mit der Geschichte und der Naturwissenschaft zwei Schwerpunkte hat, die ihren Interessen entsprechen. Auch die Lage des Museum hat bei ihrer Entscheidung eine Rolle gespielt.: Sie tritt ihren Posten in spannenden Zeiten für die Kreuzlinger Museen an. Die Stadt Kreuzlingen diskutiere gerade darüber, das Seemuseum, das Museum Rosen egg und die Sternwarte enger aneinander zu binden, erklärt Schlatter. Das Ziel sei eine Professionalisierung der Arbeit der drei Einrichtungen.


Das Museum

Das Seemuseum im Kreuzlinger Seeburgpark gibt es im ehemaligen Kornhaus der Augustiner seit 1993. Es zeigt als einziges Haus seiner Art in der Ostschweiz und Südwestdeutschland Geschichte und Gegenwart von Schifffahrt und Fischerei auf dem Bodensee sowie weitere Themen. Es gibt regelmäßig Sonderausstellungen.

Das Museum im Internet:

www.seemuseum.ch

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