Die Thurgauer Stimmbevölkerung hat am Sonntag, 23. September, der Erweiterung des Straßennetzes um die Bodensee-Thurtalstraße (BTS) und die Oberlandstraße (OLS) zugestimmt, meldet die Staatskanzlei des Kantons. 54,6 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich für den Ausbau aus, die Beteiligung lag bei 54,5 Prozent. Keine Chance hatte dagegen die vorgesehene Erhöhung der Straßenverkehrsabgaben um rund zehn Prozent zur Finanzierung der geplanten Oberlandstraße. 59,9 Prozent der Abstimmenden lehnten diese Erhöhung ab.
Mit den beiden neuen Straßen soll die Osthälfte des Kantons Thurgau verkehrsmäßig besser erschlossen werden. Die Bodensee-Thurtalstraße soll von Frauenfeld bis Arbon führen, die Oberlandstraße verläuft südlich von Kreuzlingen bis Oberaach, wo die OLS in die BTS mündet. Vor allem Kreuzlingen würde von der Verkehrsentlastung profitieren, sagen die Befürworter des Straßenbaus. Während die BTS vom Bund finanziert werden würde, kommen die Kosten für den Bau der OLS wohl auf den Kanton Thurgau zu. Deswegen sollte die Straßenverkehrsabgabe erhöht werden, was die Mehrheit der Bürger nun ablehnte.