Kanton Thurgau Tauchunfall: Polizei rätselt über Ursache
15.06.2009
Symbolbild Bild: Archiv
Der 38-jährige Frauenfelder galt als erfahrener Taucher. Der Tauchlehrer brach sofort auf, um den Mann zu suchen. Doch da war es schon zu spät: Der 38-Jährige lag in einer Tiefe von fünf bis sechs Metern bewusstlos auf dem Grund. An Land versuchten die Taucher den Mann zu reanimieren – ohne Erfolg. Der 38-Jährige starb noch am Ufer.
Todesursache und Umstände sind unklar
Doch wie kam es zu dem mysteriösen Unfall? Um die Todesursache und die genauen Umstände abzuklären, hat das Bezirksamt Steckborn hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Tauchgruppe bestand nach Informationen der „Thurgauer Zeitung“ aus fünf Tauchern und zwei Tauchlehrern des Frauenfelder Divecorners. Bei der Schule arbeiten zahlreiche ausgebildete Instruktoren. Getaucht wurde am Samstag in einer Dreier- und einer Vierergruppe. Der tödlich Verunglückte war in der Vierergruppe am Schluss eingeteilt. Am Schluss einer Tauchgruppe wird immer ein erfahrener Taucher eingesetzt.
Einen Tag nach dem tödlichen Unfall, am Sonntag, wehte bereits wieder die blau-weiße Flagge über der Wasseroberfläche an der Unfallstelle. Die Flagge weht immer dann, wenn Taucher unterwegs sind. Die Stelle im Untersee in Steckborn gilt als besonders sicher – und daher auch für Anfänger geeignet. Viele Tauchschulen bilden dort ihre Leute aus.
Taucherszene ist schockiert
In der Thurgauer Taucherszene sind viele geschockt, können kaum glauben, was am Samstag passiert ist. Die Tauchschule will sich jedoch vorerst nicht zu dem Unfall äußern.
Der Tauchunfall von Steckborn ist der erste dieses Jahr, so die „Thurgauer Zeitung“. Letzten Juni verunglückte ein 34-jähriger Taucher vor Bottighofen tödlich. Er war mit Kollegen nach dem Wrack des gesunkenen Raddampfers Jura getaucht. Sein Körper kam leblos wieder an die Oberfläche. Auch er war ein erfahrener Taucher. (sab)
Hintergrund: Taucher ertrinkt in Bodensee