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Frauenfeld Schweizer Polizei scannt Kennzeichen auf der Autobahn

Wer auf der Autobahn 7 im Kanton Thurgau fährt, wird künftig überwacht. Die Kantonspolizei nimmt drei stationäre Anlagen in Betrieb, die alle Fahrzeugkennzeichen erfassen. Auch deutsche Autofahrer werden gescannt.

Mit solchen Geräten werden künftig auf der A7 die Kontrollschilder automatisch überprüft.
Mit solchen Geräten werden künftig auf der A7 die Kontrollschilder automatisch überprüft. Bild: KaPo Thurgau
Bis Ende des Jahres nimmt die Kantonspolizei Thurgau drei stationäre Anlagen zur automatischen Kontrollschildererkennung in Betrieb. Damit können ausgeschriebene Fahrzeuge laut einer Pressemitteilung innerhalb von Sekundenbruchteilen identifiziert werden. Auch nicht-schweizerische Autofahrer würden gescannt, bestätigt Fritz Hefti, Chef der Verkehrspolizei der Kantonspolizei Thurgau.

Die Anlagen mit einer hochauflösenden Kamera sind laut Kantonspolizei in der Lage, ein Fahrzeug-Kennzeichen zu erfassen und mit den entsprechenden Fahndungs-Datenbanken abzugleichen. Bei einem Treffer geht im Polizeikommando Thurgau in Frauenfeld ein Alarm mit einem Foto des Autos ein. Dort würden dann die weiteren Maßnahmen in die Wege geleitet, erklärt Hefti: „Dies ist der Fall wenn beispielsweise ein Auto oder Kontrollschild als gestohlen gemeldet ist oder der Besitzer des Autos polizeilich gesucht wird.“ Auch die Fahrzeuge von Nicht-Eidgenossen, die wegen offener Bußgelder ausgeschrieben sind, würden gemeldet und könnten so beispielsweise von einem Streifenwagen abgepasst werden.

Wer nach Konstanz auf der A7 fährt, wird künftig gescannt

Die erste Anlage wird nach Angaben der Kantonspolizei in den kommenden Tagen auf der Autobahn A7 in Müllheim (Fahrtrichtung Zürich) installiert. Zwei weitere Anlagen sollen voraussichtlich bis Ende 2011 auf der A7 bei Frauenfeld (Fahrtrichtung Konstanz) sowie an der Hauptstraße zwischen Frauenfeld und Matzingen in Betrieb genommen werden. Die Scanner auf der Autobahn wurden vom Schweizer Bundesamt für Straßen ASTRA genehmigt.

Bisher setzte die Kantonspolizei Thurgau nach eigenen Angaben zwei mobile Anlagen sporadisch bei Großkontrollen ein. Mit diesen habe man bisher schon gute Erfolge erzielt, so Hefti. Dass in Zukunft fest installierte Geräte in Betrieb sind, eröffnet laut Kantonspolizei neue Möglichkeiten. „Wir können so rund um die Uhr und automatisch polizeilich gesuchte Fahrzeuge identifizieren“, erklärt Hans Baltensperger, Kommandant der Kantonspolizei Thurgau. Das könne ein entscheidender taktischer Vorteil sein.

Keine Geschwindigkeitsmessungen

Obwohl die Anlagen mit einem Blitzlicht arbeiten, finden laut Kantonspolizei Thurgau keine Geschwindigkeitsmessungen statt. „Wer nicht polizeilich ausgeschrieben ist, wird nicht erfasst“, stellt Hefti klar. Wenn es beim Abgleich mit der Schweizerischen Fahndungsdatenbank RIPOL  keinen Treffer gebe, dann würden die mit einer stationären Scan-Anlage aufgenommenen Daten gelöscht.

Die Kantonspolizei Thurgau setzt die stationären Anlagen zur Kontrollschildererkennung zum ersten Mal in der Schweiz auf einer Autobahn ein. Nach Angaben von Verkehrspolizeichef Hefti sind ähnliche Anlagen bisher schon im Einsatz bei der Stadtpolizei Zürich. Wenn die Erfahrungen positiv ausfallen, werden weitere Standorte auf wichtigen Verkehrsachsen im Thurgau geprüft.
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