Kanton Thurgau Für knapp drei Millionen Euro: Jan Ullrich verkauft seine Villa mit Bodensee-Blick

Der ehemalige Radprofi Jan Ullrich kehrt dem thurgauischen Scherzingen den Rücken. Seine Zehn-Zimmer-Villa mit Whirlpool und Fitnessraum steht für knapp drei Millionen Euro zum Verkauf.

2002 war Jan Ullrich zusammen mit seiner damaligen Freundin Gaby in die Thurgauer Gemeinde gezogen, in die Villa im toskanischen Stil, Baujahr 1989. Im vergangenen Jahr fuhren die Umzugswagen vor: Ullrich verlegte seinen Wohnsitz laut mehreren Medienberichten nach Mallorca, weil es ihm am Bodensee zu kalt und zu neblig sei. Damals wurde noch gerätselt, ob der 43-Jährige sein Haus in Scherzingen verkaufen wird, nun ist es gewiss,  wie das Schweizer Boulevard-Blatt "20 Minuten" meldet : Ullrichs Villa ist auf dem Immobilienportal Immoscout 24 ausgeschrieben.

"Unsere sonnige Villa überzeugt mit ihrem traumhaften, unverbaubaren Rundblick auf Bodensee und Berge", wird das 10-Zimmer-Haus angepriesen. "Die hellen und hohen Räume strahlen Wärme aus und bieten viel Raum zur Verwirklichung Ihrer Wohnträume." Tatsächlich hat das Haus gemäss Ausschreibung einiges zu bieten: 1289 Quadratmeter Grundstücksfläche, 430 Quadratmeter Wohnfläche, fünf Schlafzimmer, Sauna und Fitnessbereich. Im Garten befinden sich zudem ein Whirlpool und ein Kinderspielplatz - Ullrich ist vierfacher Vater-, die Garage bietet Platz für sechs Autos. Das alles hat seinen Preis: Ullrich verlangt für die Villa, die 2009 renoviert wurde, 2,99 Millionen Euro.
Die Aufnahme zeigt das Wohnhaus von Radsportprofi Jan Ullrich in Scherzingen im schweizerischen Kanton Thurgau.
Die Aufnahme zeigt das Wohnhaus von Radsportprofi Jan Ullrich in Scherzingen im schweizerischen Kanton Thurgau. | Bild: Patrick Seeger (dpa)

Weshalb sich der Tour-de France-Sieger von 1997 nun definitiv für den Verkauf entschieden hat, ist unklar. Dass sein Wegzug aus der Schweiz mit seinem Strafverfahren zu tun hat, wurde bereits mehrfach in Abrede gestellt: Gegen Ullrich läuft im Thurgau nach wie vor ein Prozess wegen eines Autounfalls, den er 2014 in Mattwil verursacht hatte und bei dem zwei Personen verletzt worden waren. Ullrich war laut Anklage mit 139 Stundenkilometern unterwegs und hatte 1,8 Promille im Blut.

Ullrich wurde von der Tour de France 2006 ausgeschlossen, weil er in einen Dopingskandal verwickelt war. Nach jahrelangen Verfahren wurde er 2012 vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) rechtskräftig des Dopings schuldig gesprochen. Ihm wurden alle Erfolge seit dem 1. Mai 2005 aberkannt. 

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