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Lipperswil Connyland: Darum mussten die Delfine sterben

23.01.2012


Im Freizeitpark Connyland im schweizerischen Lipperswil sind im November zwei Delfine verendet. Nun steht fest, woran sie gestorben sind: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Thurgau waren Gehirnschädigungen die Todesursache, ausgelöst durch Antibiotika. Gegen zwei Tierärzte wurde nun eine Untersuchung eingeleitet.
Die beiden Delfine "Shadow" und "Chelmers" sind im November 2011 innerhalb einer Woche gestorben. Das Gutachten des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich kommt zum Schluss, dass die Todesursache bei beiden Tieren auf Gehirnschädigungen zurückzuführen ist. Diese wurden durch die Verabreichung eines Antibiotikums hervorgerufen. Eine Vergiftung der Tiere durch Drittpersonen kann ausgeschlossen werden. Ob den Tierärzten, die das Medikament verordnet haben, ein strafrechtlich relevantes Verhalten anzulasten ist, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung.

Viele Details sind noch ungeklärt

Ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen ist nach Angaben von Oberstaatsanwalt Andreas Zuber, weshalb und wie lange die Delfine das Antibiotikum bekamen. "Gemäss unserem Kenntnisstand wurden nur die beiden Delfine 'Shadow'und 'Chelmers' mit dem Antibiotikum behandelt", sagte Zuber auf Nachfrage von SÜDKURIER Online. Um welches Antibiotikum es sich genau handelt, darüber wollte die Staatsanwaltschaft Thurgau keine Angaben machen. Man stehe erst am Anfang der Untersuchung, so Zuber.

Innerhalb von einer Woche starb im November zunächst der acht Jahre alte Delfin "Shadow", dann der 29-jährige "Chelmers". Laut Erich Brandenberger, Mediensprecher des Freizeitparks Connyland, haben beide Delfine damals unter plötzlich auftretender Nervosität, Krämpfen und Atemnot gelitten und sind innerhalb kurzer Zeit nach Auftreten der Symptome gestorben. Nach dem zweiten Todesfall hatte die Staatswanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet.

Wie Schweizer Medien berichten, sind seit 2008 in dem Freizeitpark in Lipperswil acht Delfine gestorben. Derzeit leben noch drei Meeressäuger im Connyland. Auch wenn die Haltung von Delfinen und Walen immer wieder auf Kritik stößt, lehnte der Schweizer Bundesrat Anfang Dezember 2011 ein Importverbot ab.

28-Jährige hat Connyland-Mitarbeiter bedroht

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Thurgau konnte auch die Person ermittelt werden, die Mitarbeitern und der Leitung von Connyland im November Drohungen per Email geschickt hatte. Dabei handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um eine 28-jährige Einzeltäterin, die in keinerlei Beziehung zum Connyland oder zu Tierschutzorganisationen steht. Gegen diese Person hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen Drohung eingeleitet.

Der Fall der beiden toten Delfine hatte in der Schweiz unter anderem auch deswegen für Aufruhr gesorgt, weil der zunächst verantwortliche Staatsanwalt Patrick Müller wegen Befangenheitsvorwürfen von den Untersuchungen entbunden wurde. Medienberichten zufolge soll Connyland den Sportclub finanziell unterstützt haben, dem Müller vorstand. Zudem soll Staatsanwalt Müller enge Verbindungen zu Connyland-Vertretern gepflegt haben.

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Schade dass die Delphine gestorben sind
aber was hier läuft ist doch total überzogen.
Die Leute wo hier über die Tierhaltung ...
Schade dass die Delphine gestorben sind
aber was hier läuft ist doch total überzogen.
Die Leute wo hier über die Tierhaltung ...
Antibiotika
Von unbekannt
wird in der Massentierhaltung regelmäßig eingesetzt; nur werden die Tiere dort vermutlich nicht ...
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