Von der anderen Gruppe wurden fünf Mitglieder gerettet, drei von ihnen waren leicht verletzt. Zwei weitere Teilnehmer wurden zunächst vermisst. Suchtrupps, bestehend aus Mitgliedern des Schweizer Alpenclubs (SAC), der Feuerwehr, der Seerettung und der Kantonspolizei, durchkämmten die Gegend. Wegen des schlechten Wetters musste die Suche mit den Helikoptern am frühen Abend eingestellt werden. Es waren rund 60 Personen im Rettungseinsatz. Kurz nach 23 Uhr fanden Mitglieder des SAC schließlich die zwei vermissten Personen der zweiten Gruppe. Der 24-jährige belgische Guide und eine 23-jährige Deutsche konnten nur noch tot geborgen werden.
Die Staatsanwaltschaft St. Gallen hat – wie bei solchen Vorfällen üblich - eine Untersuchung zur Prüfung des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Neben den Beteiligten werden auch Sachverständige befragt, um die Unfallursache zu klären.
Zum Unglückszeitpunkt befanden sich zwei Gruppen in der Schlucht; sie waren mit zwei verschiedenen Schweizer Veranstaltern unterwegs und bestanden aus je einem Guide und sechs beziehungsweise vier Teilnehmern.
Die kleinere Gruppe alarmierte nach dem Wetterumsturz den Veranstalter und gleichzeitig die Rettungsflugwacht (Rega), worauf der Veranstalter seine Gruppe selbstständig bergen konnte.