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Basel Zirkus will Nilpferdbaby Farasi retten - Zoo skeptisch

01.12.2008
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Die Schlagzeilen um das kleine Nilpferd Farasi reißen nicht ab. Die Ankündigung des Basler Zoos, Farasi müsse eventuell zu Raubtierfutter verarbeitet werden, hatte vergangene Woche für einen Aufschrei gesorgt. Nun hat sich ein Schweizer Zirkus als vermeintlicher Retter in der Not gemeldet.

"Er passt bestens zu uns. Wir wollen ihn so schnell wie möglich in unseren Zirkus intergieren", zitiert der Schweizer Sonntagsblick den Direktor des Zirkus Royal, Oliver Skreinig. Skreinig habe Erfahrung mit Nilpferden. Nun habe er einen Rettungsplan für Farasi entworfen. "Wir sind bereit, etwa 150.000 bis 200.000 Franken zu investieren. Mit dem Geld kaufen wir einen Spezialtransporter", so Skreinig weiter. "Farasi soll bei uns mindestens ein so gutes Leben haben wie im Zoo."

Doch genau das bezweifeln Tierschützer. "Da wäre Farasi ja fast lieber tot", zitiert 20 Minuten eine Sprecherin der Tierschutz-Stiftung "Vier Pfoten". Und auch im Basler Zoo ist man skeptisch. "Wenn man ein Angebot bekommt, prüft man das, aber wir haben gewisse Bedingungen", sagte Sprecherin Tanja Dietrich gegenüber suedkurier.de. Dazu gehöre etwa, dass man Nilpferde nicht alleine, sondern in Gruppen halten müsse. "Eine Einzelhaltung kommt nicht in Frage."

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Für ganz ernst gemeint, hält man das Angebot des Zirkus im Basler Zoo ohnehin nicht. Zwar bestätigt Dietrich, dass es eine Anfrage des Zirkus gegeben habe. "Aber die haben zuerst den Blick angerufen, bevor sie an uns herangetreten sind." Bei seriösen Angeboten sei der umgekehrte Weg üblich.

Zeitdruck besteht laut Dietrich ohnehin noch nicht. Noch ein bis drei Jahre könne Farasi im Basler Zoo bleiben, erst dann müsse die Zukunft des am 6. November geborenen Nilpferdjungen geklärt sein. Denn auf Dauer hat der Basler Zoo keinen Platz für ihn.

Begonnen hatte die ganze Aufregung um Farasi durch eine unbedachte Äußerung der Zoo-Sprecherin Tanja Dietrich gegenüber dem Schweizer Sonntagsblick vor einer Woche. "Wenn wir keinen geeigneten Platz für ihn finden, wird er eingeschläfert und verfüttert", hatte die Zeitung Dietrich zitiert. Ein Proteststurm von Tierschützern folgte, unter anderem verlangte Peta eine Auswilderung des Tiers und einen Nilpferd-Zuchtstopp im Zoo. Zoo-Sprecherin Dietrich wiederum sah sich verkürzt wiedergegeben. Ihre Aussage sei nur ganz allgemein gemeint gewesen. Dass ein Zootier aus Platzmangel an andere Tiere verfüttert werde, komme in Einzelfällen immer wieder vor, so Dietrich.

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