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Kanton Basel Hoffmann neuer District-Präsident

14.02.2012
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Einstimmig zu seinem neuen Präsidenten wählte der Districtsrat im Trinationalen Eurodistrict Basel (TEB) am Freitag den Bad Bellinger Bürgermeister Christoph Hoffmann. Im Basler Ratssaal war das trinationale Parlament damit erwartungsgemäß dem Vorschlag der deutschen Delegation gefolgt, die den gebürtigen Schliengener im Vorfeld zum Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen aus Rat und Präsidium ausgeschiedenen Lörracher Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche (CDU) bestimmt hatte.Nicht Lusche sondern Hoffmann löste deshalb jetzt den Basler Großrat Heinrich Ueberwasser ab, der dem Gremium erstmals seit Gründung des TEB im Januar 2007 zwei Jahre lang vorgestanden hatte.

Auch der parteilose Bürgermeister von Bad Bellingen wird das Amt turnusgemäß erst 2014 wieder an seinen französischen Stellvertreter Gaston Latscha weitergeben. Für seine neue Position empfahl sich der frisch gewählte Präsident dem Wahl-Plenum aufgrund seiner Verwaltungserfahrung. Der promovierte Forstwissenschaftler war in der Landesforstverwaltung beschäftigt, bevor er vor knapp fünf Jahren ins Bürgermeisteramt wechselte. In zwei Auslandsaufenthalten, davon einem in der westafrikanischen Elfenbeinküste, habe er zuvor auch bereits eine französisch geprägte Verwaltung kennengelernt. Für sein trinationales Amt sei das ein Vorteil. Im Districtsrat sitzt Hoffmann seit zwei Jahren.

Dessen 19. Plenarversammlung stand ganz im Zeichen des Wechsels. Aus dem TEB-Vorstand waren auch Walter Schneider und Jean-Marie Zoellé gekommen. Schneider, der noch bis Ende des Monats Landrat in Lörrach ist, und von 2007 bis 2009 erster TEB-Präsident war, zog Bilanz. Als wesentliche Erkenntnis aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit könne die umgekehrte Weisheit gelten: „Schweigen ist Silber, Reden ist Gold“. Nur was ausgesprochen sei, lasse sich auch ändern. Dem stimmte auch Jean-Marie Zoellé zu, der als neuer Saint-Louiser Maire dem TEB erhalten bleibt, anstatt im Districtsrat jedoch jetzt im Vorstand. Zoellé war nach dem Basler Hermann Amstad und dem Lörracher Ulrich Lusche 2009 der dritte Präsident des Districtsrats. Er bot seine Dienste als Verbindung zwischen den beiden Gremien an, die in den vergangenen Jahren nicht immer gut zusammengearbeitet hätten.