Basel Handel mit Kinderpornos - Polizist angeklagt
08.12.2009
Bild: dpa
Der 49-jährige Vater zweier Söhne geriet zunächst ins Visier der Ermittler, weil er einer Kollegin immer wieder ans Gesäß fasste. Eine sexuelle Belästigung, die längst verjährte, aber die Anzeige der Polizistin brachte die Lawine ins Rollen, wie Blick berichtet. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Forensiker Tausende pornografischer Bilder, darunter auch Kinderpornografie.
Mindestens drei Jahren lang, so die Anklage, habe "der Angeklagte vielfach harte Pornografie hergestellt", indem er am Wohnort oder an seinem Arbeitsort "Tausende Bilddaten kinder-, tier- und exkrementenpornographischen Inhaltes" heruntergeladen hbae. Er selber habe durch zusammenschnitt der Bilder Kinderpornos hergestellt und online diese Bilder getauscht.
Dem Polizisten wird weiterhin vorgworfen, seine eigene "Verbrecherkartei" angelegt zu haben, in dem er illegal Betrunkene, Prostituierte und Verletzte fotografierte. Aber er machte auch von Leichen und toten Tieren Bilder, so im September 2005 in der Psychiatrischen Klinik Basel-Stadt, als er die Leiche einer jungen Frau, die ertrunken war, fotografiet haben soll. Er nahm "den Genitalbereich der nackt auf dem Rücken liegenden jungen Frau " auf und vergrösserte den Bildausschnitt mit dem Schambereich.
Geld verdiente der 49-jähirge Polizist am Handel mit Raubkopien und gestohlener Software. Er und sein jüngerer Kollege boten Action-, Trick- und Sexfilme für 10 bis 50 Franken in ihrem Bekanntenkreis an. Die Kopien von Softwareprodukten, die bei dem Angeklaten gefunden wurden, haben einen Wert von über 70 000 Franken.