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Basel Große Aufregung um Nilpferdjunge Farasi

26.11.2008


Hohe Wellen hat die Ankündigung des Basler Zoos geschlagen, das Nilpferdjunge Farasi müsse wegen Platzmangel eventuell zu Raubtierfutter verabeitet werden. Es hagelte Kritik in diversen Internetforen und auch bei suedkurier.de. Zudem meldete sich die Tierschutzorganisation Peta zu Wort. Der Zoo kann die Aufregung nicht verstehen. "Wir gehen davon aus, einen guten Platz für Farasi zu finden", sagte eine Sprecherin.

„Wenn wir keinen geeigneten Platz für ihn finden, wird er eingeschläfert und verfüttert“, hatte die Pressesprecherin des Basler Zoos, Tanja Dietrich, laut „Sonntags-Blick“ über das Anfang November geborene Nilpferdjunge Farasi gesagt, und damit einen Proteststurm ausgelöst. Zahlreiche Medien in Deutschland und der Schweiz griffen das Thema auf, es folgten Proteste in Internetforen und auch bei suedkurier.de.

"Nie wieder gehe ich in den Basler Zoo, so werden die ihre Kundschaft verlieren, einer nach dem anderen. Wieso lassen die es überhaupt so weit kommen? Das kann man doch im Vornherein verhindern. Die sollen sich schämen", schrieb eine suedkurier-Userin beispielsweise. Oder: "Leider wird in den Zoos munter drauflosvermehrt. Erst dann, wenn die Jungen da sind, wird überlegt." Boykottdrohungen gab es auch in Foren auf anderen Internetseiten.

Schließlich übte auch die Tierrechtsorganisation Peta harsche Kritik: „Der Zoo Basel lässt eine Flusspferdgeburt zu, obwohl man sehr wohl weiß, dass es mehr als schwer ist einen seriösen Abnehmer zu finden. Gleichzeitig aber bedauert man schon heute öffentlich, das kleine Flusspferdbaby töten zu wollen. Dies ist der Höhepunkt an Absurdität, Skrupellosigkeit und Verlogenheit“, so Frank Albrecht, Zooexperte von PETA Deutschland, in einer Pressemitteilung von Peta.

Die Pressesprecherin des Basler Zoos, Tanja Dietrich, kann die ganze Aufregung um ihre Aussagen nicht verstehen und sieht sich verkürzt wiedergegeben. Die ganze Sache habe keinen aktuellen Gehalt, sondern sei allgemein gemeint gewesen. In seltenen Fällen komme es vor, dass Tierjunge in Zoos getötet werden müssten. Aber dies sei das letzte Mittel zu dem man greife, wenn man keinen Platz finde, so Dietrich. Ohnehin könne Farasi noch ein Jahr im Basler Zoo verbringen, erst danach stelle sich das Problem. Und sie fügt hinzu: "Wir gehen davon aus, dass wir für Farasi einen guten Platz finden."

Auch bei suedkurier.de meldeten sich einige User zu Wort, die die ganze Sache etwas nüchterner sehen: "Neugeborene Mäuse werden zu Schlangenfutter, Neugeborene Hippos zu Raubtierfutter und junge Gänse, Ferkel, Kälber kommen als Weihnachtsbraten auf den Tisch." Und auch die ersten, wenn auch nicht ganz ernst gemeinten Angebote, zur Aufnahme von Farasi gibt es bei suedkurier.de: " Wenn unser Gartenteich etwas größer wäre, würde ich Farasi adoptieren - der ist ja so süüüüüüüß".

Nilpferd-Drama Die User-Kommentare finden Sie hier
Unehrlichkeit bei Zoos und PETA
Zuerst mit Jungtieren viele Besucher anlocken und diese Tiere dann klammheimlich entsorgen.
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