Der traditionelle Tag der Stadttore in Basel fällt dieses Jahr auf den 18. August. Am kommenden Samstag sind deshalb die Innenräume von St. Alban- und St. Johanns-Tor für die Öffentlichkeit zugänglich. Beim Spalentor, das einer umfassenden Restaurierung unterzogen wird, können sich die Besucher über die anstehenden Arbeiten informieren. Zudem steht der Pulverturm auf dem Areal des ehemaligen Waisenhauses in Kleinbasel zur Besichtigung offen.
Für die Veranstaltung öffnen Vereine und Cliquen ihre Klublokale in den Stadttoren, die Kantonale Denkmalpflege bietet Führungen zu den einzelnen Bauwerken und lädt zusammen mit der Archäologischen Bodenforschung zu Spaziergängen entlang der verschwundenen Stadtmauern ein. Alle drei noch bewahrten Basler Stadttore – Spalentor, St. Alban-Tor, St. Johanns-Tor – gehen in ihrem baulichen Kern auf das 14. Jahrhundert zurück. Nach mehr als 400-jährigem Bestehen wurden diese Befestigungsanlagen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr zu einem Hindernis. Basel platzte aus allen Nähten und mit dem 1859 erlassenen „Gesetz über die Erweiterung der Stadt“ war das Ende der alten Stadtmauer besiegelt. Erhalten blieben lediglich – neben einem kleinen Stück Mauer im St. Alban-Tal – die drei erwähnten Stadttore.